Das ändert sich in der Formel 1-Saison 2016

Lautere Motoren, vierte Reifenmischung, neuer Qualifikations-Modus: Die wichtigsten Neuigkeiten, Änderung und Besonderheiten der Formel 1-WM 2016 im Überblick.

09.03.2016 APA

Die Formel 1 präsentiert sich 2016 weitgehend so, wie wir sie aus der vorigen Saison in Erinnerung behalten haben. Einige Änderungen gibt es aber doch: So wurde beispielsweise die Antriebsregel zwar beibehalten, dafür haben die Motoren nun doch wieder einen etwas kernigeren Sound. Dank einer vierten, superweichen Reifenmischung haben die Teams noch mehr Auswahl.

Die wichtigsten Neuigkeiten, Änderung und Besonderheiten der Formel 1-WM 2016 im Überblick:

Lautere Motoren: Fans und Puristen beklagen seit Beginn der Turbo-Hybrid-Ära die fehlende Lautstärke der V6-Antriebe. Nun sorgen zwei separate Rohre neben dem Auspuff, in die das „Wastegate-Ventil“ bläst, für einen aggressiveren Sound.

Vierte Reifenmischung: Reifenlieferant Pirelli bietet mit der Ultrasoft-Mischung und der Wahlmöglichkeit aus drei Reifen-Typen pro Rennwochenende extra Spielraum für Taktiker.

Neues Qualifikations-Format: Wie bisher wird am Samstag in drei Segmenten im K.o.-Modus aussortiert und so die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag ermittelt. Allerdings scheiden die langsameren Fahrer nicht erst am Ende einer Session aus, sondern alle 90 Sekunden. Das neue Format scheidet freilich bei Piloten und Fans die Geister und wann genau es erstmals angewendet wird, ist aus technischen Gründen noch offen.

Erstmals 21 Rennen: Das Deutschland-Comeback sowie der erstmalige GP von Europa in Aserbaidschan (Baku) sorgen dafür, dass gleich 21 WM-Läufe und damit so viele wie noch nie auf dem Programm stehen. Hockenheim ist erstmals seit zwei Jahren wieder Schauplatz im GP-Kalender.

Neues Team, neue Fahrer: Renault hat Lotus übernommen und nun wieder einmal ein Werksteam im Rennen. Mit dem „Team Haas“ ist ein kompletter Neuling aus den USA am Start. Teamchef dort ist der Südtiroler Günther Steiner. Mit Rio Haryanto bei Manor nimmt erstmals ein Indonesier an einer Formel-1-WM teil. Ein Neuling ist auch sein deutscher Teamkollege Pascal Wehrlein.

Piloten aus einem Land: Fahrer aus 13 Nationen nehmen 2016 an der WM teil. Die meisten stellt wieder Deutschland, nämlich vier. Es sind Nico Rosberg (Mercedes), Sebastian Vettel (Ferrari), Nicolas Hülkenberg (Force India) und Neuling Pascal Wehrlein (Manor).

Weltmeister am Start: Wie schon im Vorjahr gehen fünf Weltmeister an den Start. Neben Titelverteidiger Lewis Hamilton (3 Titel) sind das Sebastian Vettel (4), Fernando Alonso (2), Jenson Button (1) und Kimi Räikkönen (1).

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