Lietz/Lieb/Dumas führen wieder in der GTE Pro
Lietz/Lieb/Dumas führen wieder in der GTE Pro
 

24h LeMans – 19h Update: Toyota auf den Plätzen zwei und drei

Rekordsieger Tom Kristensen auf Kurs zum neunten Gesamtsieg.

23.06.2013 Autorevue Magazin

Um 03:06 Uhr schickt die Rennleitung zum siebenten Mal das Safety Car auf die Strecke, das Rennen wird wegen der Reparatur einer beschädigten Leitplanke für etwa eine Stunde neutralisiert. Als es um 04:00 Uhr stark zu regnen beginnt, wird die Safety Car Phase vorerst verlängert, ab 04:08 Uhr gilt dann aber trotz des nächtlichen Wolkenbruchs wieder freie Fahrt. Es beginnt eine äußerst neuralgische Phase des Rennes. Nach der langen Safety Car Phase sind die Fahrzeuge eng beisammen, fast das gesamte Feld ist auf Slicks unterwegs, es regnet und man rauscht mit 300 km/h im Spray über die Hunaudières-Gerade. Die Onboard-Kameras der LMP1-Fahrzeuge zeigen unglaubliche Bilder. Toyota Technikchef Pascal Vasselon wird am Vormittag sagen, dass alle Fahrer höchsten Respekt verdienen, die in der Nacht bei diesen Bedingungen unterwegs waren.
Hier gehts zum Zwischenbericht von Le Mans 2013 nach 12 Stunden.

Toyota macht Druck auf nasser Strecke

Im führenden Audi sitzt jetzt Loïc Duval, der auf den Druck von Toyota reagieren muss. Die Verfolger haben sich zurückgerundet und gehen auf der extrem rutschigen Strecke ein unfassbares Tempo.

An der Spitze der GTE Pro kann Porsche-Werksfahrer Roman Dumas bei dieser ungemütlichen Kombination aus Nacht und Regen einen Vorsprung auf den konkurrierenden Aston Martin #99 herausfahren.

Loïc Duval verliert weiter Zeit auf die japanischen Verfolger, ab 04:54 Uhr sitzt dann auch wieder Alex Wurz im Toyota #7. Erst als der Regen aufhört und die Ideallinie wieder auftrocknet, kann Duval im Audi #2 seinen Vorsprung stabilisieren und Wurz wieder überrunden. Auch Marc Gené im Audi #3 fährt jetzt wieder schneller als die Toyotas.

Roman Dumas im Werks-Porsche baut den Vorsprung in der GTE Pro Wertung kontinuierlich aus und drückt Richard Lietz um kurz nach halb 6 den Porsche mit einer Runde Vorsprung auf Bruno Senna im Aston Martin #99 in die Hand.

Audi spielt auf Speed, Toyota setzt auf Reichweite

Im Morgengrauen gibt Loïc Duval weiter Gas, Buemi und Wurz können seinen Speed nun nicht mehr halten. Die Audis drücken dann weiter aufs Tempo und fahren um bis zu 6 Sekunden schnellere Rundenzeiten als die Toyotas. Dafür konnte Alex Wurz mit einer Tankfüllung 13 Runden bis zum Stop durchhalten. Toyota setzt offenbar ganz gezielt auf Reichweite und bereitet den Strategen bei Audi möglicherweise zusätzliche Sorgen, ganz sicher aber anspruchsvolle Rechenaufgaben. Um 06:27 Uhr muss Alex Wurz wegen eines Reifenschadens zu einem außerplanmäßigen Boxenstop.

Um 06:32 kommt Richard Lietz als Führender GTE Pro an die Box, es erfolgt ein planmäßiger Wechsel der Bremsscheiben. Richard kommt 45 Sekunden hinter Bruno Senna wieder auf die Strecke und geht sofort daran, den Rückstand wieder aufzuholen, der Kampf der Porsche-Werksfahrer gegen den Aston Martin ist mittlerweile der Klassiker des Rennens.

Video: Le Mans 2013 – Die Nacht

 

Mehr: 

Video: Legend Cars – Le Mans 2013

Hier gehts zu den Zwischenberichten vom 24 Stunden Rennen in Le Mans:

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 6 Stunden (mit Video vom Unfall von Simonsen)

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 12 Stunden

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 24 Stunden

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