BMW Z4 GT3 Marc VDS 25 Uwe Alzen Maxime Martin Nordschleife 24h Nürburgring
Siegkandidat? BMW Z4 GT3 von Marc VDS mit Martin, Müller, Alzen und Wittmann am Steuer
 

ADAC Zürich 24 Stunden-Rennen Nürburgring – Vorschau

Auf über 25 Kilometern hart am Gas hindurch zwischen Wald, Zelten, Grillfeuern, Feuerwerken und Partytrucks: das erwartet uns beim 24 Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife.

21.06.2014 passion:driving

Der Juni kennt keine Gnade. Letzte Woche erst noch wetteiferten Audi, Toyota und Porsche um die Langstreckenkrone in Le Mans, dieses Wochenende wird bei den 24 Stunden am Nordring Stoßdämpfern der Garaus gemacht und am Nürburgring zeigt sich die Eifel bei unvorhersehbarem Wetter gastfreundlich wie eh und je, um Material und Teams über die Distanz von 24 Stunden alles abzuverlangen.

Über 160 Teams kämpfen sich dieses Jahr wieder durch die „grüne Hölle“, die man im Rahmen des 24 Stunden Rennens vermutlich auch „Würstlhölle“ oder so ähnlich nennen könnte: rund um die etwa 25 km lange Rennstrecke, bestehend aus dem Nürburgring Grand Prix Kurs und der Nordschleife, haben tausende Fans ihre Zelte, die ein oder andere skurrile Konstruktion und – selbstverständlich – das Grillierwerkzeug aufgebaut. Für die Fahrer bedeutet das: faszinierende Atmosphäre und der Geruch von Würstl und Benzin in der Nase.

Der Siegkampf wird in der SP9 GT3 ausgefochten

Und während beim 24 Stunden Rennen an der Nordschleife vor allem in der SP9 GT3 Klasse weitestgehend werksunterstützt um den Sieg gerungen wird, drehen dazwischen auch jede Menge Clios, Astras & Co ihre Runden. Und sogar der Klausi in seinem Opel Manta. Gut, der Klausi ist eigentlich Opel Motorsportchef Volker Strycek. Und der Manta ist eigentlich auch schon lange kein Manta mehr. Also unter dem Blechkleid. Aber das stört hier niemanden. Denn wenn der Fuchsschwanz mit weit über 200 Sachen über die Döttinger Höhe Flattert (ja, der Manta fährt wirklich mit Fuchsschwanz) ist die Nordschleifenatmosphäre halt perfekt.

BMW Z4 GT3 Marc VDS 25 Uwe Alzen Maxime Martin Nordschleife 24h Nürburgring

Siegkandidat? BMW Z4 GT3 von Marc VDS

Innerhalb der werksunterstützten Top-Teams kämpfen vor allem Audi R8 LMS ultra, BMW Z4 GT3 und Mercedes-Benz SLS AMG GT3 um den Gesamtsieg. So ganz festlegen kann man sich aber beim Tipp um den Siegkandidaten nur schwer. Ein recht sicherer Tipp ist fraglos der Marc VDS BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 25. Der Z4 GT3 ist auf der Nordschleife grundsätzlich ein flottes Fahrzeug, das Team bringt ausreichend Erfahrung mit und die Fahrerkombination Maxime Martin, Joerg Müller, Uwe Alzen und Marco Wittmann ist fraglos eine der stärksten im Feld. Vor allem ist der Alzen eigentlich völlig gaga. Der Kerl ist schnell, richtig schnell und einer der erfahrensten Nordschleife-Piloten.

Der Underdog aus England: McLaren MP4-12C

Für die große Überraschung sorgte im Top 30 Qualifying gestern aber vor allem ein Fahrzeug, das man zwar durchaus weiter vorne eingeordnet, aber sicher nicht als Siegkandidaten auf dem Zettel hatte: der McLaren MP4-12C GT3 von Dörr Motorsport hat im Kampf um die Pole Position mal eben eine unfassbar schnelle 8:10,921 in den Eifelasphalt gebrannt. Das sorgte für Freudentränen in Box 20 und offene Münder in den Boxen der anderen GT3-Renner. Allerdings wird gestern wohl kaum eines der Top Teams wirklich die Hosen heruntergelassen haben, zu groß ist die Angst vor nachträglichen Änderungen an der Balance of Performance und damit einhergehenden größeren Restriktoren oder anderer Bremsklötze.

Die wahre Performance wird sich also erst im Rennen zeigen. Die beiden Dörr-McLaren sollte man also sicher auf dem Schirm haben, ob es da aber über die gesamte Renndistanz reichen wird, muss sich noch zeigen. Immerhin zeigt sich die Wettervorhersage derzeit noch zuversichtlich: kein Regen, so die Ansage. Ein unterstützender Faktor weniger, auf den die BMW-Teams hoffen können. Denn letztes Jahr ließen die im Regen die Konkurrenz alt aussehen. Immerhin, in Sachen Wetter haben uns die Einheimischen hier mit ihrem Fachwissen auf die Sprünge geholfen: entweder sieht man die Nürburg nicht, dann regnet es. Sieht man sie, dann fängt es bald an zu regnen. Die Z4 dürfen also noch hoffen.

Wir berichten live

Und wieder mal sind wir live vor Ort. Sobald das Rennen heute um 16 Uhr startet, berichten wir wieder im Live-Ticker über das Renngeschehen, behalten den Baumgartner im Blick, testen das Grillgut auf seine Qualitäten und werden natürlich auch hier wieder investigativ auf Geruchsrecherche gehen. Einen Livestream gibt es auf der Veranstalterwebsite.

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