Die besten Winterreifen für den Winter, der vielleicht gar nicht kommt.
Die besten Winterreifen für den Winter, der vielleicht gar nicht kommt.
 

Winterreifentest 2014: ÖAMTC testet 15 Reifen – nur 4 sind top

Vergleichstests der Winterreifen 2014: Die Reifentests der Autofahrerclubs und Konsumentenschützer sind erschienen. 15 Fabrikate im Test – 2 durchgefallen.

07.10.2014 Autorevue Magazin

Von der Kleinwagendimension 175/65 R 14 T (bis 190 km/h) wurden 15 Fabrikate getestet, wovon nur vier gut abschnitten und zwei durchfielen. Als Sieger ging der ContiWinterContact TS 850 hervor. Er schaffte sogar den weiten Spagat mit Bestnote auf nasser Fahrbahn bei gleichzeitig sehr geringem Verschleiß. Den Michelin Alpin A4, bekannt für höchste Laufleistungen, konnte er im Verschleiß allerdings nicht schlagen. Der Dunlop Winter Response 2 überzeugte mit dem geringsten Rollwiderstand, also geringstem Verbrauch. Auch Ausgewogenheit in allen Disziplinen ist eine gute Methode, um weit vorne zu landen, so erzielte der Firestone Winterhawk 3 nirgends eine Bestmarke und schafft trotzdem ein Gut in der Endnote. 

Semperit wieder unter den Top-Winterreifenreifen

Interessant ist, dass der neu entwickelte Semperit Master-Grip 2 an gloriose alte Zeiten anschließen konnte, als Semperit noch eine österreichische Marke war mit überragenden Leistungen im Winter. Er stellte seine Konkurrenten auf Schnee in den Schatten, musste allerdings wegen Schwächen auf trockener Fahrbahn und auf Eis abgewertet werden.

Dem GT Radial Champiro Winterpro rettete trotz zahlreicher Schwächen seine gesamthafte Ausgewogenheit ein Durchschnittlich. Denn es ist sogar möglich, mit einer Bestnote „nicht zufriedenstellend“ abzuschneiden, wie der Cooper WM-SA2 zeigte.

Vergleichstest: Ein Reifen ist immer ein Kompromiss

Von der Reifendimension 195/65 R 15 T (bis 190 km/h) für Kompaktwagen und schlanke Limousinen wurden 16 Marken getestet. Auch hier schafften nur vier ein „Gut“ und zwei fielen mit der Note „nicht zufriedenstellend“ komplett durch, einer lag auf der Kippe. Auch hier in der breiteren Dimension konnte sich der Continental an die Spitze setzen, und zwar mit gleich drei Bestnoten, nämlich auf Schnee, im Kraftstoffverbrauch und im Verschleiß. Michelin, sehr oft weit vorne im Feld zu finden, schaffte nur Mittelfeld. Die Zuspitzung auf gute Wintereigenschaften hat Schwächen auf trockener Fahrbahn zur Folge. Weniger prominente Namen schnitten letztlich auch weniger glorreich ab. Achilles und Infinity heißen die Schlusslichter mit dem Urteil „nicht zufriedenstellend“.

Winterreifentest 2014: Wieder enttäuschten die Ganzjahresreifen

Die Dimension 195/65 R 15 wurde auch als Ganzjahresreifen getestet, Sie weist allerdings den Geschwindigkeitsindex H auf, also zugelassen bis 210 km/h. Selten kommt es in dieser Kategorie auch nur zu befriedigenden Ergebnissen. Auch diesmal war das Ergebnis eher ernüchternd. Das Problem ist in vielen Fällen ähnlich und im Wesentlichen darauf zurück zu führen, dass Ganzjahresreifen in ihrer Konstruktionsart eigentlich Winterreifen sind, aber auf warmer und trockener Fahrbahn zeigen sie Schwächen, die mitunter so weit reichen können, dass es bei Einsatz des ESP zu kritischen Fahrzuständen kommen kann, was letztlich nicht unbedingt Sinn des Fortschritts sein kann.

Ergebnis des ÖAMTC Winterreifentests 2014:

Zum Vergrößern anklicken: Das Ergebnis als Download (pdf): Klick _winterreifentest 2014

Quelle: VKI/ Grafik: ÖAMTC

Die Ergebnisse im Detail:

Zum Vergleich der Winterreifentest 2013

  • Autojoe

    Da fehlen mir einige wichtige Namen wie Good Year und Nokian welche immer zu meinen Favoriten gehören, speziell Nokian hat sich bei mir im Winter immer bestens bewährt. In diesem Fall ist der Test für mich nicht komplett.

  • Josef

    Es passt auch nicht jeder Winterreifen zu jedem Fahrzeug u es hängt auch davon ab, wie das Fahrzeug mit den Reifen verwendet wird. So gesehen ist der Test relativ…

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