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Kurzparkzonen, Gebühren und Uhrzeiten in Wien

Wir gehen den Fragen nach: In welchen Bezirken gibt es in Wien Kurzparkzonen, wie lange darf man in ihnen parken und welche Bezahlmöglichkeiten hab ich?

21.03.2016 Online Redaktion

Wer mit dem Auto in Wien unterwegs ist, hat sich ziemlich sicher schon einmal folgende Fragen gestellt: In welchem Bezirk gibt es Kurzparkzonen? Darf ich hier überhaupt parken? Und wenn ja, muss ich jetzt noch Gebühren bezahlen? Während in anderen Städten Österreichs die Parkregelungen übersichtlich mittels Straßenmarkierungen sortiert werden, muss man in Wien nach klein bedruckten Schildern Ausschau halten und sich auch an Parkplatzmarkierungen halten, die schon längst verblichen sind. Wir haben deshalb die wichtigsten Infos zum Kurzparken zusammengefasst.

In welchen Bezirken gibt es in Wien Kurzparkzonen?

Prinzipiell gilt in den Wiener Bezirken innerhalb des Gürtels (also in den Bezirken 1. bis 9. und auch im ganzen 20. Bezirk) eine gebührenpflichtige Kurzparkzone von Montag bis Freitag (Werktag), 9 bis 22 Uhr.

Wie lange darf ich parken?

Die maximale Parkdauer beträgt zwei Stunden, die derzeitige Gebühr 2,– Euro pro Stunde. Die Parkscheine kann man in jeder Trafik und auch bei den Fahrscheinautomaten in U-Bahnstationen kaufen. Auf ihnen vermerkt man den Zeitpunkt der Ankunft. Man darf dabei auf die nächste Viertelstunde aufrunden.

Gratis-Parkscheine: 15 Minuten kostenfrei

Überhaupt kann man in jeder Kurzparkzone eine Viertelstunde kostenfrei stehen. Wichtig: Auch hier muss die Ankunftszeit vermerkt werden, entweder durch eine Parkuhr oder durch kostenlose Viertelstunden-Parkscheine, die es in Trafiken gibt. Wer oftmals nur kurz parken muss kann auch ganze Blöcke kaufen, in denen alle Viertelstunden-Schritte bereits eingetragen sind.

Parken in Einkaufsstraßen

Sonderregelungen gibt es in sogenannten Einkaufsstraßen im gesamten (!) Wiener Stadtgebiet. Hier sind die kostenpflichtigen Zeiträume auf Tafeln gekennzeichnet, jeweils am Beginn und am Ende des jeweiligen Abschnitts. Die Gebührenpflicht kann hier beispielsweise schon um 19 Uhr enden, dafür muss auch an Samstagen gezahlt werden. Achtung: Zu den Geschäftszeiten dürfen auch Fahrzeuge mit Parkpickerl nicht länger in diesen Sonderzonen stehen, als angegeben! (z.B. 90 Minuten)

Parken außerhalb des Gürtels

Seit Oktober 2012 gibt es großräumige Kurzparkzonen auch in Bezirken außerhalb des Gürtels. Dies gilt für den gesamten 15. Bezirk, sowie für weite Teile des 12., 14., 16. und 17. Bezirks. Weitere Gebiete sollen folgen. Die genauen Abgrenzungen dieser Kurzparkzonen findet Ihr laufend aktualisiert auf der Homepage der Stadt Wien. In diesen Gebieten gilt eine maximale Parkdauer von drei Stunden von Montag bis Freitag (Werktag), 9 bis 19 Uhr.

Parken um die Wiener Stadthalle

Gesonderte Parkregelungen gibt es für das Gebiet um die Wiener Stadthalle: Hier gilt die Gebührenpflicht von Montag bis Freitag (Werktag), 9 bis 22 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 18 bis 22 Uhr. Die entsprechenden Abschnitte sind wiederum durch Tafeln gekennzeichnet.

Anrainer-Parkpickerl
© Bild: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com // Anrainer Parkpickerl

Geheimtipp: Anwohnerplätze

Für viele noch unbekannt und für arglose Wien-Besucher besonders überraschend sind jene Parkplätze, die für Anwohner (also Inhaber eines entsprechenden Parkpickerls) reserviert sind. Diese Plätze sind ebenfalls durch Tafeln gekennzeichnet (Parkverbotstafel plus Zusatztafel „ausgen. Fahrzeuge mit Parkkleber für den X. Bezirk sowie Behinderte“). Anwohnerzonen gibt es derzeit in den Bezirken 1, 2, 4, 6, 7, 8 und 9. Für alle Straßenzüge gilt: Haltet euch an alle Fragmente von Straßenmarkierungen und achtet auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von fünf Metern zu einem Zebrastreifen!

Handyparken in Wien: Per App am Smartphone Parkschein lösen

Wie in einigen anderen Städten Österreichs kann auch in Wien die Parkgebühr über das Handy entrichtet werden. Dies funktioniert entweder via App oder mittels SMS, dazu benötigt man einen Account auf handyparken.at. Bezahlt wird über paybox oder man lädt sein Konto via Netbanking oder Kreditkarte auf.

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