Ratgeber-06 durchschnittsverbrauch berechnen
 

Wie berechnet man den Durchschnittverbrauch?

Trotz oder gerade wegen des Bordcomputers: So viel verbrauchst du tatsächlich.

22.08.2015 Online Redaktion

Der Durchschnittsverbrauch sagt aus, wie viel Sprit ihr auf einer gefahrenen Strecke im Schnitt pro 100 km verbraucht habt. Als Messpunkte zur Berechnung dienen dabei zwei Betankungen.Wichtig ist, dass ihr euch bei der ersten Betankung den Kilometerstand notiert oder den Tageszähler auf Null stellt. Nun tankt ihr das Auto randvoll – und wenn ihr das nächste Mal volltankt, sagt euch der Kilometerzähler, wie viele Kilometer ihr zurückgelegt habt (Wegstrecke s) und die Zapfsäule, wie viele Liter ihr dabei verbraucht habt (Benzinmenge m).

Verbrauchsberechnung

Der Rest ist eine simple Schlussrechnung: Wenn ich auf s Kilometern m Liter Benzin verbraucht habe, so sind das für 100 km wie viele Liter?s km … m Liter
100 km … ??

Die Rechnung lautet dann „getankte Liter durch gefahrene Kilometer mal 100“.

Bsp.:
Distanz: 743 km
Getankt: 53 Liter

53 l/743 km = 0,0713 x 100 = 7,13 l/100 km

Solltet ihr zwischendurch einmal „grad für 20 Euro“ tanken, so werden die Kilometer und Liter summiert: Es gilt die gesamte Kilometeranzahl zwischen zwei Voll-Betankungen und die insgesamt getankte Literanzahl inklusive Zwischen-Betankungen.

Durschnittlicher Verbrauch erst nach mehreren Vollbetankungen aussagekräftig

Was es dabei zu beachten gilt: Ein valider Durchschnittswert ergibt erst im Laufe mehrerer Betankungen. Eine Zapfsäule befindet einen Tank für „voll“, wenn die Gasrückführung meldet, dass keine Luft mehr aus dem Tank kommt. Diese Gasrückführung ist bei jeder Zapfsäule etwas unterschiedlich eingestellt. Zusammen mit möglichen Luftblasen im Tank passiert es, dass man den Tank selten tatsächlich gleich voll tanken kann – und fünf Liter auf oder ab ergeben bei 600 gefahrenen Kilometern schon 0,8 Liter Mehr- oder Minderverbrauch pro 100 km. Erst über mehrere tausend Kilometer ergibt sich eine durchschnittliche „Volltank“-Menge und damit ein valider Durchschnittsverbrauch.

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