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Wertsachen im Auto – eine Einladung für Diebe!

Eine österreichweite Erhebung zeigt: In jedem 3. parkenden Auto werden Wertgegenstände sichtbar gelagert.

30.11.2016 APA

Navigationsgeräte, Handtaschen und Mobiltelefone – Österreichs Autofahrer lagern Wertgegenstände gerne im Pkw. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Von Langfingern werden Schlüssel, Bargeld und andere Wertgegenstände allerdings gerne als Einladung zum Kfz-Einbruch verstanden. Allein im Jahr 2015 ereigneten sich laut Angaben der Sicherheitsbehörden 11.302 Einbruchsdelikte in Kfz. Laut Versicherungsverband VVO benötigt ein Profi lediglich 5 Sekunden, um ein Auto aufzubrechen.

Wertgegenstände in jedem 3. Auto

„Bei einer Erhebung von mehr als 7.000 Kfz wurden in jedem dritten parkenden Auto Wertgegenstände gefunden“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Gefüllte Einkaufstaschen, wertvolle Kleidung, Schlüssel, USB-Sticks, nicht eingebaute Navigationsgeräte und Handtaschen wurden am häufigsten vorgefunden.“ Letztere wirken auf Einbrecher besonders verlockend, weil sich darin Bargeld und wertvolle Dokumente vermuten lassen.

Kärntner Autofahrer am unvorsichtigsten

Im Bundesländervergleich wurden in der Stadt Klagenfurt in den meisten Autos Wertgegenstände sichtbar vorgefunden (60 Prozent). Am achtsamsten sind Kfz-Lenker in Innsbruck (14 Prozent), in Wien animiert jeder Vierte zum Einbruch. Zu finden waren Wertsachen vorwiegend auf dem Rücksitz (42 Prozent) und auf der Vorderablage (30 Prozent). „Wertgegenstände haben im Auto nichts verloren – ganz besonders dann, wenn diese auch noch offen sichtbar sind. Zudem sollte unbedingt darauf geachtet werden, vor Verlassen des Autos alle Fenster zu schließen und sämtliche Türen des Fahrzeugs zu verriegeln. Empfehlenswert ist außerdem das Öffnen des Handschuhfachs. So wird verdeutlicht, dass es in dem Fahrzeug nichts zu holen gibt“, erklärt Thann.

Lenkradkralle nach wie vor unbeliebt

Neben Kfz-Einbrüchen kommt es auch immer wieder zu Autodiebstählen. Im Rahmen der Erhebung des KFV wurde jedoch festgestellt, dass sich 99 Prozent der Nutzer dennoch nach wie vor gegen die Nutzung einer Lenkradkralle als Sicherheitsvorkehrung entscheiden. Weniger als ein Prozent der beobachteten Fahrzeuge war mit einer derartigen Schutzmaßnahme ausgestattet.

Sicherheitstipps:

• Nicht auf das Abschließen vergessen, auch wenn man das Auto z. B. an der Tankstelle nur kurz verlässt.

• Fenster, Schiebedach bzw. Verdeck beim Cabrio immer schließen

• Kfz-Dokumente, sonstige Dokumente, Bargeld, Kreditkarten, Handys, Fotoapparate oder andere Wertgegenstände nicht im Handschuhfach oder frei auf den Rücksitzen ablegen.

• Keine Wertsachen (Handy, Notebook, Navigationsgerät, Handtasche, teure Kleidung) sichtbar im Pkw liegenlassen – falls nicht anders möglich, im nicht einsehbaren Kofferraum versperren.

• Es sollen nicht nur Navigationssysteme, sondern auch deren Halterungen beim Verlassen des Fahrzeuges mitgenommen werden. Eine sichtbare Halterung lässt Einbrecher vermuten, dass das Navigationsgerät evtl. im Handschuhfach abgelegt wurde.

• Keinen Abdruck der Navigationshalterung auf der Frontscheibe hinterlassen – dies gibt potenziellen Tätern Aufschluss über ein möglicherweise im Wageninneren verwahrtes Navigationsgerät.

• Reserveschlüssel niemals im Fahrzeug zurücklassen (Auto, Wohnung, etc.).

• Wagen auch in geschlossenen Garagen immer absperren.

• Nach dem Abschließen mit einem Griff zur Türschnalle nochmals kontrollieren, ob die Türen tatsächlich versperrt sind.

• Empfehlenswert ist das Öffnen des Handschuhfachs, um zu signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen!

• Das Fahrzeug, wenn möglich, in bewachten Bereichen oder zumindest in frequentierten Bereichen und beleuchteten Bereichen abstellen.

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