Französischer Gendarm auf dem Motorrad
Handy am Steuer kostet in Frankreich ab 135, in Österreich ab 50 Euro Strafe.
 

Vergleich: Verkehrsstrafen in Europa

Der Europaüberblick zeigt die Unterschiede bei der Strafhöhe für Verkehrsvergehen.

24.04.2014 Online Redaktion

Anstatt die Verkehrssünden fix ins Reisebudget einzuplanen, sollte bei dieser Gelegenheit nochmals über die Sinnhaftigkeit von zu schnellem Fahren, Telefonieren am Steuer oder gar unter Alkoholeinfluss zu fahren, nachgedacht werden. Denn es kann nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden. (alle Preise in Euro)

Alkohol am Steuer

Länder mit 0,8 Promille Grenze

Großbritannien (bis 5.980), Malta (ab 1.200)

Länder mit 0,5 Promille Grenze

Belgien (ab 150), Bulgarien (ab 255), Dänemark (ab 1 Nettomonatsverdienst), Deutschland (ab 500), Finnland (ab 15 Tagessätzen), Frankreich (ab 135), Griechenland (ab 80), Irland (ab 200), Island (ab 450), Italien (ab 530), Kroatien (ab 90), Lettland (ab 210), Luxemburg (ab 100), Mazedonien (ab 250), Niederlande (ab 360), Österreich (ab 300), Portugal (ab 250), Schweiz (ab 495), Slowenien (ab 300), Spanien (ab 500), Türkei (ab 230), Zypern (ab 100)

Länder mit 0,4 Promille Grenze

Litauen (ab 290)

Länder mit 0,3 Promille Grenze

Bosnien-Herz. (ab 200), Montenegro (ab 70), Serbien (ab 45)

Länder mit 0,2 Promille Grenze

Estland (ab 400), Norwegen (ab 600), Polen (ab 145), Schweden (ab 40 TS)

Länder mit 0,0 Promille Grenze

Rumänien (ab 150), Slowakei (ab 450), Tschechien (ab 100), Ungarn (bis 970)

Andere Verkehrsstrafen

Weitere beliebte Verkehrssünden sind zu schnelles Fahren (Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h oder über 50 km/h), Parkverstöße, Handy/Smartphone am Steuer und das Fahren ohne angeschnallt zu sein.

Land 20 km/h +50 km/h Parkverstoß Handy am Steuer Ohne Gurt
Belgien ab 100 ab 300 ab 55 ab 110 ab 110
Deutschland bis 35 ab 240 10-70 40 30
Frankreich ab 135 1.500 ab 15 ab 135 ab 135
Griechenland ab 100 ab 350 ab 40 100 ab 350
Großbritannien ab 120 bis 2.990 ab 85 ab 120 bis 595
Italien ab 170* ab 530 ab 40 ab 160 ab 80
Kroatien ab 65 ab 660 ab 40 ab 65 65
Niederlande ab 160 ab 530 ab 90 230 140
Norwegen ab 430 ab 940 ab 90 160 90
Österreich ab 30 bis 2.180 ab 20 ab 50 ab 35
Polen ab 25 ab 100 ab 25 ab 50 25
Rumänien ab 100 ab 150 ab 30 ab 65 ab 30
Schweden ab 270 ab 450 ab 20 170 170
Schweiz ab 150 ab 60 TS ab 35 85 50
Serbien ab 50 ab 130 ab 45 ab 25 45
Slowakei ab 50 ab 350 ab 30 ab 60 ab 20
Slowenien ab 50 ab 300 ab 40 120 120
Spanien ab 100 ab 600 bis 200 ab 200 ab 200
Tschechien ab 60 ab 200 ab 60 ab 60 80
Türkei ab 55 ab 75 ab 25 ab 25 25
Ungarn bis 100 ab 190 bis 165 bis 100 ab 50

 

* Mindestbußen tagsüber, zwischen 22 und 7 Uhr um ein Drittel höhere Strafen

TS = Tagessatz (Strafberechnung nach Montatsverdienst, FIN: max. 120 TS)

  • Radfahrer

    Lieber M3, auch die „beklopften Radfahrer“ so wie du sie bezeichnest müssen zahlen wenn Sie erwischt werden.

    Habe auch schon gezahlt weil ich in der 30er Zone mit 60 unterwegs war und die Polizei am Ende des Berges mit der Radar Pistole gestanden ist.

    Radfahrer müssen sich genau so and die StVo halten wie die Autofahrer. Und glaub mir im Winter oder bei kälte ist es kein Spaß länger an der Ampel oder am Bahnübergang zu stehen da man sehr schnell auskühlt und im Gegensatz zu den Autofahrern keine Heizung hat.
    Und wer Trainingsmäßig unterwegs ist kann sich auch nicht so warm anziehen da er sonst überhitzt.

    Da nehme ich gerne mal das Risiko in kauf erwischt zu werden wenn ich über einen Bahnübergang oder eine Rote Ampel UNGEFÄHRDET drüber fahren kann.

    Und ich bin um die 25000 Trainings und Rennkilometer im Jahr am Rad unterwegs.

  • M3

    @Mist hast du ein kurzes Zumpferl, ob deiner subjektiven Meinung? Was ist mit den beklopften Radfahrer und innen, welche jeden Tag den Verkehr nerven und sich über jegliche Verkehrsregeln hinwegsetzen? Nun, die knappen Kassen müssen eben aufgebessert werden, dies geschieht am besten bei den motorisierten Zeitgenossen! MFG M3

  • Mist

    Genauso habe ich mir das gedacht.
    Das ist die Sprache der Vollgasidioten mit ihren Deppenautos, sehr häufig der Marke BMW:
    Gefährlich (nicht schnell – das ist nicht das gleiche).
    So ein Bullshit, damit rechtfertigt er sozusagen, daß er regelmäßig weit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist.
    Und dauernd blödes VW-Bashing machen, das kann er.
    Zu der simplen Einsicht reicht es nicht, das es Gesetze gibt, die man sich nicht zurecht biegen kann, wie man gerade will, sondern die für alle gelten, auch für Bmw-Fahrer !!!
    Und natürlich ist dann die Exekutive Schuld und die Frau Innenminister und überhaupt alle anderen, wenn er mal eine Anzeige bekommt, weil er alle Limits weit überschritten hat.
    DAS IST EIN WITZ, Ravenbird – aber gar kein guter!

  • Ravenbird

    Saufen, telefonieren, gefährlich (nicht schnell – das ist nicht das gleiche) rasen, Verkehrsregeln einfach cool ignorieren.
    Das ist die Realität auf unseren Straßen – kein Wunder, wenn man keine Polizei sieht. Wie auch, wenn die Politiker nur blöde Phrasen dreschen anstatt die Exekutive von der öden Tipperei zu entlasten.
    Ein abgefallenes Kfz-Kennzeichen, das von einem Autofahrer gefunden und in der Polizeiinspektion abgegeben wird, impliziert eineinhalb Seiten Protokoll.
    DAS IST EIN WITZ, Frau Innenminister – aber gar kein guter!

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