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Tesla Supercharger: gratis aufladen

Ein besonderes Service für Tesla-Kunden sind die sogenannten Supercharger des kalifornischen Elektroautoherstellers. Man kommt mit ihnen kostenlos quer durch ganz Europa.

13.05.2014 Press Inform

Ein besonderes Service für Tesla-Kunden sind die sogenannten Supercharger. Supercharger – übersetzt Super-Lader – sind in der Lage, den Tesla S in rund einer halben Stunde mit Strom für 240 zusätzliche Kilometer zu versorgen. Vorausgesetzt man hält sich an die Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 100 km/h. Sonst reicht die Ladung nur für weniger. „Das Laden ist gratis“, betont Tesla-Gründer Elon Musk. Pro Jahr soll jeder Supercharger mehr Strom produzieren, als ein Tesla S braucht. Die Ladestationen speisen sich in erster Linie aus Sonnenenergie; hängen zusätzlich jedoch noch am lokalen Stromnetz. Wenn an den Autobahnen keine Autos geladen werden, wird der gewonnene Strom in das herkömmliche Netz eingespeist. Scheint keine Sonne, wird der Tesla aus dem Stromnetz versorgt. Günstig ist das Ganze für Tesla nicht. Eine Supercharger-Tankstelle kostet etwa 75.000 Euro. Das Dach der Station besteht aus Solarzellen, die mit SolarCity eine weitere Musk-Firma herstellt.

Supercharger-Routen

„Insgesamt sind weltweit aktuell 104 Supecharger am Netz“, sagt Tesla-Sprecherin Kathrin Schira, „aber fast täglich werden es mehr.“ Eine Handvoll davon liegt beispielsweise an den deutschen Autoraststätten Aichstetten, Jettingen-Scheppach, Bad Rappenau und Wilnsdorf. „Damit werden die Routen Zürich – München – Stuttgart – Frankfurt – Köln – Amsterdam miteinander verbunden“, ergänzt Schira, „der neueste Supercharger steht seit kurzem am Euro-Rastpark Hohenwarsleben an der A2 und verbindet die Strecke Berlin – Hannover bzw. Hamburg – Leipzig.“ Bis Ende des Jahres sollen Model-S-Kunden quer durch Europa entlang den Supercharger-Routen fahren können.

  • Vor der Tesa-Service-Zentrale in der der Gutheil-Schoder-Gasse 17, im 23. Bezirk, ist Wiens erste Supercharger ans Netz gegangen.

Ende 2014 wird es, wenn die Pläne von Tesla aufgehen, für Tesla-Fahrer möglich sein von Wien bis Portugal oder ans Nordkap zu fahren. Kostenlos.

Exklusiv für Tesla-Kunden

Noch stehen die Teslas an den fünf deutschen Zapfsäulen nicht Schlange. Sollte sich das ändern, heißt es schnell sein. Denn während die ersten beiden Modelle mit voller Kraft betankt werden, müssen sich nächsten beiden Fahrzeuge mit einer langsamen Befüllung abfinden. Ein Trick hinter dem für E-Mobile ungewöhnlich schnellen Tankvorgang ist die Tatsache, dass der Supercharger mit Gleichstrom operiert und dieser über den hauseigenen Tesla-Stecker vorbei an den bordeigenen Ladegeräten des Autos direkt in die Batterie geladen wird. Der schmerzhafte Haken für BMW i3, VW E-Golf, Mercedes B-Klasse ed oder Nissan Leaf: die Stationen an den Autobahnen funktionieren bislang nur mit dem Tesla Model S.

Alle bereits geöffneten und geplanten Supercharger findet ihr auf der Website von Tesla.

  • Leginla

    Seid doch mal nicht so negativ! Immerhin kann man gratis Strom tanken mit seinem Tesla. Ein Teil des Stromes aus dem Netz wird ja auch durch Sonnenkraft, Windkraft oder Wasserkraft erzeugt und ist daher sauberer Strom.
    Dass man am TESLA Supercharger nur den Tesla gratis laden kann, ist doch wohl klar. Die Batterien des Nissan Leaf, E-Smart, BMW i3 usw. würden diese enormen Ladeströme wahrscheinlich garnicht überstehen…

    • Marcus

      Man könnte noch dazufügen: Und kein anderes Auto braucht so viel Strom pro Kilometer!! Unsere US-Freunde scheinen der MEinung zu sein: Wenn man mit Strom fährt, ist es egal, wieviel man verbraucht… Nach dem Motto: Elektroheizung, ich komme!

  • Marcus

    Der „Solar“-Part dieser Supercharger ist offenbar eine richtig miese Heuchelei: Übers ganz Jahr erzeugt die Photovoltaik laut Bericht gerade genug Strom für einen einzigen Tesla. Zu behaupten, dass da mit lokal am „Charger“ erzeugtem Sonnenstrom geladen wird, ist demnach eine glatte Lüge. Wenn man das abschätzt, erzeugt die Photovoltaik demnach nicht mal 4 kWh pro Tag: In der Stunde, wo vielleicht gerade ein Auto dranhängt, kommen 2 % von der Sonne und 98 % vom Stromnetz. Das ist Seriosität à la Tesla …

    • AW

      @marcus: weder behauptet tesla alle supercharger mit solarpanelen auszustatten, noch ist im obigen artikel eine berechnung hinterlegt. für diese wären überdies die fläche, der standort sowie die ausrichtung der panele relevant (damit „man“ das abschätzen kann). und ob der solarstrom aus dem örtlichen netz oder einer lokalen PV kommt, scheint nicht sehr relevant.

      @autorevue: den supercharger in wien hätte ich erwähnt :-)

    • Marcus

      @AW:
      Vielleicht lesen Sie bitte nochmal den obersten Absatz. „Pro Jahr soll jeder Supercharger mehr Strom produzieren, als ein Tesla braucht“ – damit läßt sich abschätzen, wie wenig Strom die Solar-Module eines Superchargers erzeugen – im Verhältnis zu der Masse an Strom, die ein Charger aus dem Stromnetz zieht, während er lädt.
      Die Tesla-Aussage „Die Lader speisen sich in erster Linie aus Sonnenenergie, hängen zusätzlich jedoch noch am lokalen Stromnetz“ entlarvt den offiziellen Tesla-Werbetext als plumpe Lüge: Wenn ich während des Ladens 1 – 2 % des Stroms aus den Solarzellen speise und 98 – 99 % aus dem STromnetz, dann kann ich wohl kaum behaupten, „primär mit dem selbst erzeugten Sonnenstrom“ zu operieren??!

    • Eugen

      Richtig, das finde ich von Tesla auch etwas unverschämt, das so zu formulieren! Ich fürchte nur, dass viele Tesla Kunden das mal einfach so glauben und nicht hinterfragen. Und wenn sich der Tesla weiter hin so gut verkauft, wird es an den Ladestationen auch gleich mal ziemlich eng werden.
      Und wie die Batterien auf Dauer diesen Schnell-Ladevorgang aushalten, wírd sich wohl auch erst in ein paar Jahren zeigen….

    • /me

      Ein unfassbarer Skandal!

    • Marcus

      Kein Skandal, sondern einfach wieder eine Marketing-Lüge, würde ich sagen.

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