Der Kia Soul EV
Dank einer neuen Batterie mit einer erhöhten Energiedichte von 200 Wh/kg hat der Soul EV eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.
 

Technik: Kia Soul EV

Dank einer neuen Batterie mit einer erhöhten Energiedichte von 200 Wh/kg hat der Soul EV eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.

06.03.2014 Press Inform

Eine der Neuheiten auf dem Genfer Automobilsalon 2014 ist der Kia Soul EV, das südkoreanische Elektroauto sorgte bei seiner Enthüllung für ein wahres Blitzlichtgewitter. Von der Außenhülle abgesehen, verbirgt sich aber im inneren die wichtigsten Neurungen. Dank einer neuen Batterie mit einer erhöhten Energiedichte von 200 Wh/kg hat der Soul EV eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern._Kia-Soul-EV-technik

Höhere Energiedichte

Die höhere Energiedichte der Batterie (normal sind 150 bis 180 Wh/kg) ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem südkoreanischen Zulieferer SK Innovation und Kia. Je höher die Energiedichte eines Akkus, desto kleiner kann man ihn bei gleicher Leistungsfähigkeit bauen. Um dies zu erreichen, arbeiteten die Ingenieure an verschiedenen Baustellen. Die Techniker entschieden sich für einen Lithium-Polymer-Akku, weil diese Bauweise eine höhere Energiedichte begünstigt und auch bei längerer Inaktivität die Ladung nicht so schnell verliert._Kia-Soul-EV

Verbessertes Elektrolyt

Das Elektrolyt wurde ebenfalls verbessert und stellt dadurch auch bei Kälte und Hitze eine konstant hohe Batterieleistung sicher. Die Kathode besteht aus Nickel-Kobalt-Mangan und die Anode aus Graphit. Das hat geringere elektrische Widerstände zur Folge und eine verbesserte Leistungsabgabe. Unterm Strich leistet der Akku 27 kW/h._Kia-Soul-EV-motor

Neues Mild-Hybrid-System

Doch nicht nur bei den reinen Elektrofahrzeugen gibt Kia Gas. Der koreanische Autobauer hat ein neues Mild-Hybrid-System entwickelt, das demnächst in Serie gehen wird. Das Bordnetz der Hybrideinheit wird mit 48 Volt arbeiten. „Das bringt Vorteile beim Rekuperieren“, erklärt Dr. Michael Winkler Manager Powertrain bei Hyundai Europa. Durch die Erhöhung der Spannung können Kabel mit geringerem Querschnitt verwendet werden._Kia-Soul-EV-motorraum

Blei-Carbon-Batterie

Auch die Kosten haben die Koreaner dadurch im Griff. „Die 48-Volt-Variante hat ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis“, macht Michael Winkler klar. Um die Kosten möglichst gering zu halten, wird eine Blei-Carbon-Batterie verwendet, die sich durch eine größere Temperaturstabilität auszeichnet und nicht aufwendig in den Kühlungskreislauf eingebunden werden muss. Der Akku treibt einen elf-Kilowatt-E-Motor an, der für kürzere rein elektrische Fahrten gemacht ist. Teil des Systems ist ein Starter-Generator, der mit einem speziellen Riementrieb ausgestattet ist und sowohl für das Stromern als auch für die Start-Stopp-Technik gemacht ist._Kia-Soul-EV-innen

Verbesserte Co2-Werte

Die 48-Volt-Batterie treibt auch einen zweiten elektrischen Turbolader an, der eine kleinere Schaufel hat, als der größere konventionelle Hauptlader und diesen bei Bedarf unterstützt – etwa beim Anfahren oder bei niedrigen Drehzahlen. Durch den größeren Turbo kann der Motor öfters im optimalen Betriebsbereich gehalten werden, was sich in bis zu 15 Prozent CO2-Emissionen auswirkt. Auch das als Turboloch verzögerte Ansprechverhalten wird minimiert._Kia-Soul-EV-anzeigen

Downsizing ist angesagt

Diese Bauweise ermöglicht auch weiteres Downsizing – etwa von einem Motor mit zwei Liter Hubraum zu einem 1,7-l-Aggregat. „Bei kleineren Fahrzeugen können wir das Mild-Hybrid-System auch ohne den zusätzlichen Verdichter betreiben“, beschreibt Michael Winkler die zusätzliche Flexibilität._Kia-Soul-EV-anschluss

Doppelkupplungsgetriebe

Bei den Doppelkupplungsgetrieben zieht Kia endlich nach und bietet ab dem nächsten Jahr die siebenstufige Variante an. Das neue Getriebe ist für die Motoren mit weniger als zwei Liter Hubraum gedacht und wird die nicht über jeden Zweifel erhabene Sechsgang-Automatik ersetzen. Mit der höheren Gangzahl wird auch der Verbrauch weiter gesenkt werden. Wem das alles nicht reicht, der kann sich womöglich bald auf sein Kia-Pedelec schwingen, das eine Reichweite von bis 40 Kilometern hat.

Besten Dank an Stefan Grundhoff und Wolfgang Gomoll von press-inform.com.

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