starthilfe
 

Wie gibt man richtig Starthilfe?

Starthilfe mit einem Starthilfekabel geben: Ohne eine Starterbatterie steht das tollste Auto. Wir geben Tipps für die klassische Starthilfe.

29.09.2015 Online Redaktion

Leere Autobatterien sind ein spezielles Leid für Autofahrer – sei es, weil das Licht brennen gelassen wurde, oder weil die Batterie nicht mehr die volle Leistung bringt. Wer Starthilfe benötigt oder geben will, sollte jedoch vorsichtig sein. „Bei unsachgemäßer Handhabung drohen teure Schäden an der Elektronik“, erklärt ÖAMTC-Technikexperte Thomas Stix. „Vor der ‚Stromspende‘ sollte daher unbedingt die Betriebsanleitung konsultiert werden.“

Starthilfe geben, so wird’s gemacht

Zunächst muss überprüft werden, ob die Nennspannung beider Autobatterien gleich ist (in der Regel zwölf Volt). Die Fahrzeuge dürfen einander nicht berühren. Außerdem müssen Motor und alle Stromverbraucher (z.B. Radio und Licht) des Spender-Kfz abgeschaltet sein. „Es empfiehlt sich, Starthilfekabel mit Überlastungsschutz zu verwenden“, rät der Techniker.

1. Schritt: Plus an Plus, leer an voll

Der erste Schritt beim Zusammenschließen ist, ein Ende des roten Starthilfekabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie zu klemmen. Das andere Ende wird anschließend an den Pluspol der Spenderbatterie angeschlossen.

2. Schritt: Minus an Masse

Danach folgt der Anschluss des schwarzen Kabels an den Minuspol (-) der Spenderbatterie. Dieses Kabel wird dann beim Fahrzeug, das Starthilfe benötigt, noch mit einem unlackierten Metallteil oder dem Motorblock selbst verbunden. „Den Minuspol der entladenen Batterie darf man keinesfalls mit dem Kabel berühren. Wenn das passiert, könnte sich durch Funkenflug Knallgas entzünden“, warnt der ÖAMTC-Experte.

3. Motorstarten, die Reihenfolge

Sind diese Schritte durchgeführt, wird der Motor des Spenderfahrzeugs, anschließend der des anderen Autos gestartet. Dabei ist es ratsam beim Kfz mit der leeren Batterie anschließend einen starken Verbraucher, wie die Heckscheibenheizung, einzuschalten. „Die Verbindung zwischen den Autos sollte eine halbe Minute lang aufrecht bleiben. Das schont die Elektronik“, so Stix.

4. Die Batterie wieder ordentlich aufladen

Danach kann der Motor des Spenderfahrzeugs wieder abgestellt werden. Wenn der Motor des anderen Autos weiterläuft, kann man die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernen. „Im Winter ist es ratsam, mindestens eine Stunde außerhalb von Stadtgebieten zu fahren, um die Batterie vernünftig aufzuladen“, so der Techniker. Wenn der Motor beim Abbauen der Starthilfekabel abstirbt, ist übrigens entweder die Batterie oder die Lichtmaschine defekt. In diesem Fall sollte die Pannenhilfe kontaktiert werden.

5. Alternative: Aufladen mit Akkupacks

„Im Fachhandel gibt es leistungsfähige, tragbare Akkupacks mit Kabel und Zangen. Damit kann auch ohne Spenderfahrzeug und an unzugänglichen Stellen Starthilfe gegeben werden“, erklärt Stix. Bei dieser Variante ist das Risiko von Elektronikschäden geringer.

Wer sich trotz dieser Tipps unsicher ist, sollte jedoch auf jeden Fall die Pannenhilfe anrufen, wenn die Batterie streikt. Damit ist man auf der sicheren Seite.

pixel