Parkgebühren in Österreich im Vergleich

Wien und Linz mit 2 Euro pro Stunde Spitzenreiter – Österreich im Europavergleich nicht so teuer

11.11.2016 APA

Auch wenn Parkgebühren den Autofahrern ziemlich gegen den Strich gehen, sind die Kosten in Österreich jedoch im Vergleich zu anderen europäischen Städten relativ günstig. Wie eine Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt, ist das Parken in Wien mit derzeitigen 2 Euro pro Stunde immer noch um einiges billiger als London mit bis zu 5,40 (inklusive City-Maut) oder Amsterdam mit 5 Euro.

Parkgebühren in Österreich: Wien und Linz  Spitzenreiter

Mit Ausnahme von Leonding wird in allen österreichischen Städten mit mehr als 25.000 Einwohnern der Parkraum bewirtschaftet. Wien und Linz sind mit je 2 Euro Parkgebühr pro Stunde die teuersten Citys in Österreich, gefolgt von Graz mit 1,80 Euro und Salzburg mit 1,50 Euro. Am günstigsten sind die Kosten in Leoben (50 Cent), Wolfsberg (70 Cent) und Dornbirn (80 Cent), wie der VCÖ ausführte.

5,40 pro Stunde in London

Viel teurer sind teilweise andere europäische Städte. In London sind für eine Stunde Parken umgerechnet 5,40 Euro zu zahlen – zusätzlich zur City-Maut. In Amsterdam kostet eine Stunde parken 5 Euro, in Tallinn 4,80 Euro, in Stockholm 4,40 Euro (plus City-Maut) und in Kopenhagen 4,20 Euro. Mit 4 Euro kostet eine Stunde Parken in Paris und Helsinki derzeit doppelt so viel wie in Wien und Linz. In Baden, Klosterneuburg, St. Pölten, Steyr, Villach und Wels werden jeweils 1 Euro pro Stunde verlangt.

1,2 Millionen Pkw in Landeshauptstädten

Österreichs Autos parken laut VCÖ im Schnitt 23 Stunden am Tag, lediglich eine Stunde am Tag sind sie im Einsatz. Allein in den neun Landeshauptstädten gibt es rund 1,2 Millionen Pkw. „Nebeneinander geparkt würden diese Pkw eine Fläche im Ausmaß von rund 2.400 Fußballfeldern beanspruchen“, rechnete VCÖ-Experte Markus Gansterer vor. Zusätzlich kommen rund 650.000 Pendler in die Landeshauptstädte, die Mehrheit mit dem Pkw.

Parkpickerl schafft Parkplätze

Die Gebühren sollen freie Parkplätze für die Anrainer schaffen. So waren in den Wiener Bezirken Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals im Schnitt nur zehn Prozent der Parkplätze frei, nach Einführung des Parkpickerls stieg die Zahl der freien Parkplätze je nach Bezirk auf 21 bis 28 Prozent.

Wo in Europa Parken am teuersten ist

  1. London: 5,40 Euro (plus City-Maut)
  2. Amsterdam: 5,00 Euro
  3. Tallinn: 4,80 Euro
  4. Stockholm: 4,40 Euro (plus City-Maut)
  5. Kopenhagen: 4,20 Euro
  6. Helsinki: 4,00 Euro
  7. Paris: 4,00 Euro
  8. Oslo: 3,00 Euro (plus City-Maut)
  9. Berlin: 3,00 Euro
  10. Riga: 3,00 Euro
  11. Barcelona: 3,00 Euro
  12. München: 2,50 Euro
  13. Madrid: 2,10 Euro
  14. Wien: 2,00 Euro (ab 1. Jänner 2017: 2,10 Euro)
  15. Linz: 2,00 Euro
  16. Brüssel: 2,00 Euro
  17. Graz: 1,80 Euro
  18. Budapest: 1,70 Euro
  19. Lissabon: 1,60 Euro
  20. Prag: 1,50 Euro
  21. Rom: 1,50 Euro
  22. Stadt Salzburg: 1,50 Euro
  23. Innsbruck: 1,40 Euro
  24. Eisenstadt: 1,20 Euro
  25. Klagenfurt: 1,20 Euro
  26. Wiener Neustadt: 1,20 Euro
  27. Bregenz: 1,10 Euro
  28. Feldkirch: 1,10 Euro
  29. Baden: 1,00 Euro
  30. Klosterneuburg: 1,00 Euro
  31. St. Pölten: 1,00 Euro
  32. Steyr: 1,00 Euro
  33. Villach: 1,00 Euro
  34. Wels: 1,00 Euro
  35. Dornbirn: 0,80 Euro
  36. Wolfsberg: 0,70 Euro
  37. Leoben: 0,50 Euro
pixel