Wiener Kennzeichen Trudi1
Bürger und ihre Schilder
 

KFZ-Kennzeichen: Neue Bezirkskürzeln

Neue KFZ-Kennzeichen führen zu Verwunderung, Überraschung und bei manchen auch zu Verärgerung, weil sie ihre gewohnten Ortskennungen verloren haben.

31.08.2013 Autorevue Magazin

 

Jüngere Menschen werden sich ab und zu wundern, dass es auch österreichische Autos gibt mit so komischen schwarzen Nummerntafeln. Autos, die solche Kennzeichen tragen sind inzwischen mindestens 23 Jahre alt und seither ununterbrochen zum Verkehr zugelassen, denn sie waren bis 1990 üblich. Man sprach zwar davon, diese Kennzeichen irgendwann abzuschaffen, aber man konnte sich nie auf ein Datum einigen, und so wichtig ist das nun auch wieder nicht. Drum gibt es sie immer noch.

Hundertwasserkennzeichen

Aufregend war auch die Zeit vor der Umstellung auf die heutigen weißen Kennzechen. Die Vorschläge gingen von amerikanischen Vorbildern („in Linz beginnt’s“) bis zu einer gigatischen Medienkampagne des als Spiralenmalers in die Geschichte eingegangenen Künstlers Friedensreich Hunderwasser, der auch mit seinen architektonischen Leistungen (Hundertwasserhaus) und mit exhibitionistischem Aktionismus im Fernsehen eher merkwürdige Taten vollbrachte.

Neue KFZ-Kennzeichen

Nun gibt es eine Neuauflage der Nummerntafeldiskussion, die eigentlich auch schon wieder vorüber ist. Jetzt entdecken wir sukzessive Kürzeln im Verkehr, die wir bisher nicht kannten. Mit den 2011 beschlossenen Gemeindezusammenlegungen bekommen nämlich einige steirische Orte neue Ortskürzeln. Aus Knittelfeld (KF) und Judenburg (JU) wir Murtal (MT), aus Hartberg und Fürstenfeld wird HF, aus Radkersburg und Feldbach wird SO (Südoststeiermark), Mürzzuschlag (MZ) geht im Bezirk Bruck an der Mur auf (BM), und Bad Aussee geht im Bezirk Liezen unter (LI).

Kampflos

Eine verbreitete Rechtsmeinung ist, dass das traditionsbewusste Bad Aussee (BA) als politische Expositur im Bezirk Liezen genauso wie Gröbming (GB) sein Kennzeichen behalten hätte können, wenn man nur entsprechend dafür gekämpft hätte. Aber wie ein Insider meinte: „Dem Androsch und dem Brandauer als prominente Bad-Ausseer war das wurscht, und der Rest hat net vü zum sogn“ was natürlich eher nach beleidigter Leberwurscht klingt als nach reiner Wahrheit. Ein Trost bleibt: Wer ein Wunschkennzeichen hat, muss es bei Verlängerung nicht auf die neue Ortskennung umtauschen, würde ja keinen Sinn mehr ergeben, etwa bei BA UER 1.

 

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