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Der Mitsubishi Pajero wurde nicht für die Stadt gebaut. Wir haben ihn artgerecht bewegt.
 

Basiswissen für den Geländetrip – 10 Tipps

Bevor man mit dem Mitsubishi Pajero Edition 35 ins Gelände fährt, gibt es zehn Grundregeln, die es zu lernen gilt.

14.05.2014 Online Redaktion

1) Langsam durchs Gelände fahren.

Offroadfahren bedeutet langsam fahren. Wer zu schnell unterwegs ist, kann sich schon mit kleineren Steinen Löcher in die Ölwanne schlagen oder mit wenig tiefen Löchern die Achsen brechen. Und das in Situationen, in denen vielleicht keine Ortschaft oder gar eine Werkstätte erreichbar ist. Geschwindigkeit ist im Gelände ein Feind. Bei extremen Ausflügen – beispielsweise im Australischen Outback – werden an manchen Tagen kaum zwanzig Kilometer zurückgelegt. Auf echten Trail-Touren sind es gerade einmal drei Kilometer.

2) Das ist ein Böschungswinkel.

Damit ist der maximale Winkel gemeint, der bei einem Hang, oder einer Steigung bauartbedingt angefahren werden kann. Gemessen wird der Winkel zwischen der Auflagefläche des Vorderreifens und dem tiefsten Punkt des Überhanges der Karosserie. Beim Mitsubishi Pajero Edition 35 beträgt dieser Winkel 34,6 Grad. In der Offroadwelt ist das ein nahezu idealer Wert. Die Ingenieure halten den vorderen Überhang extrem kurz.

Mitsubishi Pajero Edition 35 Offroad Fahrschule

Nein, festgefahren sind wir nicht. Wir bestaunen nur die tolle Landschaft.

3) Das ist ein Rampenwinkel.

Dieser Wert ist beim Überfahren von Kuppen und Rampen wichtig. Es ist der Winkel einer Kuppe, den ein Auto überfahren kann, ohne aufzusetzen. Er wird deswegen auch Überfahrwinkel genannt. Logischerweise: je länger der Radstand und je tiefer die Karosserie, desto spitzer ist der Winkel. Der Mitsubishi Pajero Edition 35 offeriert 24,1 Grad. Vor allem der kurze Radstand hilft dem Wagen. Wer den Pajero weiter optimieren will kann die Trittbretter demontieren oder größere Reifen verwenden.

4) Welche Reifen für den Mitsubishi Pajero Edition 35?

Die richtigen Reifen können die Geländegängigkeit eines Wagens immens steigern. Doch der Käufer sollte sich überlegen, welche Pneus er in der Praxis tatsächlich braucht. M/T-Reifen (also Mud-Terrain-Reifen) sind zwar eine grobstollige Geheimwaffe, mit der ein Berg, der nicht überwunden, auch mal abgetragen werden kann, sie sind auf Beton aber nahezu unbrauchbar. Der Bremsweg verlängert sich, die Abrollgeräusche werden unerträglich. Wer wirklich viel ins Gelände fährt, sollte sich einmal über A/T-Reifen (All-Terrain) informieren.

5) Eine Geländebegehung ist nötig.

Gebetsmühlenartig wird jeder Experte wiederholen, wie wichtig eine Geländebegehung ist. Flussdurchfahrten müssen durchschritten, brackige Pfützen mit einem Stock kontrolliert werden. Und überhaupt: passt mein Auto durch diese beiden Felsen wirklich durch oder nicht? Dazu ist es dringend notwendig sein Auto gut abschätzen zu können.

Mitsubishi Pajero Edition 35 Offroad Fahrschule

Darum ist eine Geländebegehung wichtig.

6) Mitsubishi Pajero – Übersicht ist alles. 

Echte Geländewagen zeichnen sich durch ein kantiges, geradliniges Design aus. Wie eben der Mitsubishi Pajero Edition 35. Dabei handelt es sich nicht um eine Geschmacksfrage, sondern um eine Notwendigkeit. Der Fahrer weiß so, wo das Auto anfängt und aufhört und kann besser abschätzen, wie viel Platz er hat. Durch die steilen Scheiben ist außerdem die Rundumsicht vorbildlich.

7) Die Geländereduktion trennt Spreu vom Weizen.

Unter der Reduktion versteht man ein zweistufiges Verteilergetriebe, bei dem die Gänge, zusätzlich zur normalen Straßenübersetzung, noch einmal deutlich kürzer übersetzt sind. So kann das Fahrzeug schon bei niedrigen Geschwindigkeiten viel Drehmoment an die Räder schicken. Im Volksmund wird die Reduktion auch „Untersetzung“ genannt, was sprachlich aber falsch ist. Die Gänge sind nicht klein und dick, also untersetzt, sondern immer noch übersetzt. Nur eben kürzer.

Mitsubishi Pajero Edition 35 Offroad Fahrschule

Allrad ist eingelegt, Geländereduktion auch, Mittel- und Hinterachsdifferential sind gesperrt.

8) Differentialsperren für die Kraftverteilung?

Der Mitsubishi Pajero Edition 35 ist ein Offroader von echtem Schrot und Korn. Hier arbeiten nicht nur irgendwelche elektrische Helferlein, die Räder einbremsen, sondern echte mechanische Sperren. Standardmäßig ist er als Hecktriebler unterwegs. Ist der Allrad eingelegt, kann das Mitteldifferential gesperrt werden. Die Kraft wird dann 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Zusätzlich kann noch das Hinterachsdifferential geblockt werden. Die hintere Hälfte des Drehmoments wird dann noch einmal brüderlich ge- und verteilt.

9) Richtig den Hang hinunter. 

Wer einen steilen Hang hinunter will, muss erst einmal die Geländereduktion aktivieren und den ersten Gang einlegen. Dann den Hang möglichst gerade anfahren und den Mitsubishi Pajero Edition 35 einfach rollen lassen. Dank der kurzen Übersetzung reicht die Motorbremskraft aus, um das Auto nicht zu schnell werden zu lassen.

Mitsubishi Pajero Edition 35 Offroad Fahrschule

Keine Fragen, Antworten. Mitsubishi Pajero Edition 35.

10) Gleichmäßig Gas geben.

Wer bergauf oder durch ein Schlammloch will sollte vor allem eines beachten: gleichmäßig Gas geben. Der Fahrer des Mitsubishi Pajero Edition 35 darf sich nicht irritieren lassen. Natürlich drehen hier und da Räder durch. Aber eben nur auf der Suche nach Halt, der bei zwei gesperrten Differentialen schnell gefunden ist. Wer vom Gas geht, riskiert hoffnungslos im Schlammloch zu versinken. Wer hektisch am Gaspedal herumtritt, riskiert einen Schaden am Wagen.

Mitsubishi Pajero Edition 35 Test.

Expedition in Kitzbühel.

  • Herbert chwojka

    Wozu einen geländewagen, wenn ich zuvor selbst durch den schlamm wate oder einen fluss durchschreite?.

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