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Wo waren 2015 die meisten Geisterfahrer unterwegs?

Die Zahl der Geisterfahrer in Österreich ist im Jahr 2015, im Vergleich zum Vorjahr, leicht gestiegen. Wo waren die meisten unterwegs und was sind die häufigsten Gründe?

02.02.2016 Online Redaktion

Während in den Jahren 2013 und 2014 jeweils ein neuer Tiefstwert erreicht wurde, gab es im vergangenen Jahr 383 Geisterfahrten – das sind 25 zusätzliche Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Immerhin: Trotz einiger Unfälle mit Falschfahrern wurde kein Verkehrsteilnehmer dadurch getötet. Im Durchschnitt verirrt sich aber immer noch mehr als 1x pro Tag ein Autofahrer auf Österreichs Straßen auf die falsche Fahrtrichtung. Wie ihr richtig reagiert, wenn auf eurer Strecke ein Geisterfahrer gemeldet wird haben wir schon für euch zusammengefasst. Hier wollen wir auf die Gründe eingehen, warum Autofahrer zu Geisterfahrern werden:

Alkohol

Knapp die Hälfte der Geisterfahrer in den letzten Jahren sind alkoholisiert und männlich. Alkohol ist somit nach wie vor einer der Hauptgründe, wieso Männer vom falschen Weg abkommen.

Überforderung

Seien es ortsunkundige, verwirrte oder teils ältere Verkehrsteilnehmer: Sie sind in manchen Situationen ganz einfach damit überfordert, dem richtigen Weg bzw. der richtigen Auffahrt zu folgen, speziell dann, wenn noch erschwerende Komponenten wie schlechte Sicht oder die Dunkelheit bei Nacht hinzukommen.

Unachtsamkeit

Das Bedienen des Autoradios oder des Navigationsgerätes und auch SMS-schreiben während der Fahrt: Die dadurch entstehende unachtsame Fahrweise zählt ebenso zu den Gründen, wieso Autofahrer auf die Gegenfahrbahn geraten.

Unübersichtliche Autobahnauffahrten und schlechte Beschilderung

Experten meinen, dass die topographischen Gegebenheiten in Österreich vielerorts eben nur enge, unübersichtliche und teils „ungewöhnlich“ geführte Auffahrten zulassen und so zu Geisterfahrten beitragen.

Es zählt somit als „österreichisches Phänomen“, dass aufgrund unübersichtlicher Streckenführungen im Bereich von vielen Autobahnauffahrten gemeinsam mit verwirrender Beschilderung Autofahrer die Orientierung verlieren.

Suizidabsicht

Nicht zuletzt die Absicht, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, ist immer wieder Grund dafür, dass Autofahrer gar absichtlich zu Geisterfahrer werden – wenngleich solche Fälle eher weniger häufig auftreten.

Navigationssysteme

Immer wieder kommt es auch vor, dass Autofahrer den „Vorschlägen“ des Navigationsgerätes all zu blind vertrauen und auf der Autobahn der Anweisung „Bitte wenden“ sogleich beim nächsten Parkplatz Folge leisten.

In welchem Bundesland waren die meisten Geisterfahrer unterwegs?

Die meisten Geisterfahrer waren 2015 in Niederösterreich unterwegs (102), vor der Steiermark, Tirol und Oberösterreich. Am Ende der Statistik sind Wien, Vorarlberg und das Burgenland zu finden – insgesamt wurde aber in Wien und dem Burgenland dennoch eine deutliche Steigerung an Geisterfahrten festgestellt.

Wann ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, einem Geisterfahrer zu begegnen?

Rein statistisch gesehen begegnet ihr einem Geisterfahrer am späten Abend (ab 21 Uhr) im Sommer und am Wochenende. Die wenigsten Geisterfahrer sind im Durchschnitt von Jänner bis März unterwegs – verlassen solltet ihr euch darauf aber nicht, denn Ausnahmen bestätigen wie bekannt die Regel.

Übrigens: Die meisten Geisterfahrten beginnen wie vermutet an Autobahnanschlussstellen, aber auch Parkplätze sind häufig Ausgangspunkt dieser Irrfahrten.

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