Mazda mit Skyactive Technologie
Bis 2018 soll es ein serienmäßiges Modell mit Diesotto oder HCCI bei Mazda geben.
 

Downsizing adé. Die Diesotto- und HCCI-Mischverbrennung

Mazda bastelt bereits an der technischen Kombination von Diesel- und Ottomotor. Der Diesotto oder HCCI soll bis 2018 serientauglich sein.

24.01.2014 Press Inform

Downsizing lässt die Hubräume immer kleiner und die Zylinder immer weniger werden. Dieser Trend wird von einigen Autoherstellern derzeit durchbrochen. Mazda bastelt bereits an der technischen Kombination von Diesel- und Ottomotor. Der Diesotto oder HCCI soll bis 2018 serientauglich sein._Mazda-Skyactiv-Technologie--(1)

Downsizing stößt an seine Grenzen

Denn die Hightech-Triebwerke sind nicht nur durch das obligatorische Verbauen von Direkteinspritzungen und Turboaufladungen teuer. Damit die Mikrotriebwerke Leistungen wie die Motoren mit größeren Hubräumen erreichen, wird tief in die technische Kiste gegriffen. Das kostet, doch der Druck nach immer geringeren Verbräuchen und einem minimalen CO2-Ausstoß ist größer denn je._Mazda-Skyactiv-Technologie--(3)

Homogeneous Charge Compression Ignition

Mazda, aktuell dynamischster aller japanischen Hersteller, hat in die Homogeneous Charge Compression Ignition Technik (HCCI- oder Diesotto) in den letzten Jahren viel Geld und noch mehr Entwicklungsarbeit gesteckt. In Sachen Downsizing hat sich Mazda bisher mehr als andere Hersteller zurückgehalten. Zwar gab es speziell bei Benziner-Sportversionen wie Mazda3 MPS / Mazda6 MPS zwar Turboaufladungen, doch im Volumenbereich sieht es aktuell anders aus._Mazda-Skyactiv-Technologie--(2)

Japanische Skyactiv-Triebwerke

Hier haben die Japaner ihre Skyactiv-Triebwerke in allen großen Modellreihen eingeführt. „Uns ist vielmehr ein guter Realverbrauch für den Kunden besonders wichtig“, unterstreicht Mazda-Entwickler Hidetoshi Kudo, „unrealistische Normverbräuche bringen keinem etwas.“_Erprobungsfahrzeug-Mercedes-F-700-mit-Diesotto-Motor-(4)

Mazda will 1,7 Millionen Autos produzieren

In diesem Jahr werden der kleine Crossover CX-3 und der neue Mazda2 ebenfalls mit Skyactiv-Technik eingeführt und auch beim neuen Mazda MX-5, der zusammen mit dem Fiat-Konzern entwickelt wurde, kommt mit Skyactiv-Technologie. „Mittelfristig wollen wir bei Mazda 1,7 Millionen Autos produzieren“, unterstreicht Mazda-Europa-Chef Jeff Gaydon, „wir haben durch die Leman-Pleite und die Yen-Probleme vier Jahre und 93 Milliarden Yen verloren. Der Turnaround ist uns nur durch unsere innovative Skyactiv-Technologie gelungen.“_Erprobungsfahrzeug-Mercedes-F-700-mit-Diesotto-Motor-(5)

Turnaround durch Skyactiv-Technologie

Hierbei geht es nicht nur um Motoren, sondern auch eine entsprechende Gewichtsersparnis bei den Fahrzeugen. Der neue MX-5 soll nach dem Vorbild der ersten Generation nur rund eine Tonne Leergewicht auf die Waage bringen. Auch die anderen Mazda-Modelle haben mächtig abgespeckt._Erprobungsfahrzeug-Mercedes-F-700-mit-Diesotto-Motor-(2)

Motorengeneration 2018

Was die Skyactiv-Triebwerke betrifft, so sind Diesel und Benzin-Triebwerke technisch so weit als möglich miteinander verwoben. Haben die Selbstzünder mit 14:1 eine sehr geringe Verdichtung, so ist diese mit identischen 14:1 bei den Benzinmotoren ungewöhnlich hoch. Das soll nicht so bleiben. Die nächste Motorengeneration, die 2018 auf den Markt kommen dürfte und zum Beispiel in der nächsten Ablegern von Mazda3 oder dem Mazda6 verbaut werden könnte, bringt Diesel und Benziner in einem Triebwerk zusammen._Erprobungsfahrzeug-Mercedes-F-700-mit-Diesotto-Motor-(1)

Benzinmotor wird zum Selbstzünder

Technischer Kernpunkt ist der Verbrennungsprozess, denn auch der Benzinmotor wird beim HCCI-Triebwerk zum Selbstzünder. Hilfreich dabei: ein eher großer Hubraum, denn hier kann sich die Mischung aus Benzin und Luft besonders effektvoll entzünden. Die angepeilte Verbrauchsersparnis im Vergleich zur aktuellen Motorengeneration: rund 30 Prozent._Mazda-Skyactiv-Technologie--(6)

Verdichtung soll erhöht werden

Zuletzt hatte Mercedes im Jahre 2007 in dem Entwicklungsträger F 700 einen Diesotto-Motor verbaut, der nur 1,8 Liter Hubraum hatte und bei rund 240 PS einen Normverbrauch von sechs Litern realisieren sollte. Sein Selbstzünder-Benzintriebwerk verfügte unter anderem jedoch auch über eine Turboaufladung und eine variable Verdichtung. Mazda will die Verdichtung des Diesotto-Triebwerks von 14:1 auf bis zu 18:1 erhöhen. Damit läge man noch höher als vor Jahren Volkswagen, die ebenfalls an den Mischtriebwerken experimentieren. Hier lag die Verdichtung der Erprobungsträger auf dem normalen Diesel-Niveau von 16,5:1.

Klopfen des Motors

Die Kunst dieser möglichst homogenen Verbrennung besteht in dem perfekten Zeitpunkt für die  Kraftstoffeinspritzung und der optimalen Zerstäubung des Kraftstoffes im Zylinder. „Das größte Problem hierbei ist es“, erläutert Mazda-Entwickler Mitsuo Hitomi, „das Klopfen des Motors so gering wie möglich werden zu lassen.“_Mazda-Skyactiv-Technologie--(4)

Elektromotor als Anfahrhilfe

Laut Mazda arbeitet die Mischverbrenner-Technik in Kombination mit einem E-Motor besonders effektiv, was auch den Einstieg Mazdas ins Hybridzeitalter bedeuten würde. Der Elektromotor soll nur zum Anfahren und starken Beschleunigungen dienen, damit man möglichst schnell im Teillastbetrieb unterwegs ist, wo die neuen HCCI- / Diesotto-Triebwerke ihren besten Wirkungsgrad erzielen. Der elektrische Motor und die Batterie könnten dann jedoch so besonders klein ausfallen, weil diese nur für diese Zwecke benötigt würden, die Hauptarbeit würde weiterhin der Verbrenner leisten. Das würde Gewicht sparen und die Kosten minimieren. Bleibt abzuwarten, ob die HCCI- / Diesotto-Technik nach all den Jahren endlich den Sprung in die Serie schafft.

Vielen Dank an die Kollegen von press-inform.com

  • jossi88

    Also die Diesel Aggregate gehören ja wirklich zum guten Ton!!! AUSGESPROCHEN!!

  • Martin

    Was wurde aus Christian Klien ?

  • sylver

    Tatsächlich sind es ja nur die Europäer und die paar Copy/Paste-Asiaten, die an Downsizing glauben. War für mich schon immer ein Nepp.

    • Marcus Lang

      Mittlerweile sagen sogar PS-Junkies, dass am Downsizing kein Weg vorbeiführt (nur dass das bei den PS-Junkies bedeutet, dass ein 400 PS 6-Zylinder statt eines 400 PS 8-Zylinders verbaut wird).
      Ich habe von diesem „Skyaktiv“-Zeug bisher nur tolle Werbefilme gesehen, aber von keine wirklich guten Verbräuchen gehört.
      Auf jeden Fall macht Ford sogar beim F150 Pickup mittlerweile Downsizing. Dass die etwas kleineren Motoren (z.B. 1,4 l) generell kürzer halten, ist mittlerweile nur noch ein sich hartnäckig haltendes Märchen, m.M.n.. Man muss aber gerade bei Direkteinspritzern aufpassen, dass man kein Partikel- oder NOx-Problem aufreißt. Tatsache ist, dass jeder Liter Hubraum, der im Schleppbetrieb (wenn gerade keine Kraft gebraucht wird) vom dahinrollenden Auto mitgedreht werden muss, Kraft braucht! Mit 3 l Hubraum muss ich dann früher aufs Gas steigen, als bei 1,5 l Hubraum.

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