Automatisches tanken Fulematics Roboter Zapfsäule
Wird morgen bald automatisch getankt?
 

Danke Tanke – Morgen: Automatisches Tanken

Vielleicht müssen Sie morgen schon gar nicht mehr aussteigen, wenn Sie tanken wollen. Fuelmatics könnte es möglich machen.

25.11.2013 Online Redaktion

Folgende Theorie: Sie fahren mit Ihrem Auto an die Zapfsäule. Ein Roboter findet den Tankstutzen von alleine, Sie bezahlen per Smartphone und schon fließt der richtige Sprit. Das ganze geht viel schneller, als der herkömmliche Vorgang. Fuelmatics, ein Unternehmen aus Schweden, hat dieses System ausgetüftelt.

Automatisches Tanken statt Aussteigen

Der Roboter soll drei Probleme aus der Welt schaffen, die eine (nicht näher benannte) Umfrage zu Tage gefördert haben soll. Tanken ist schmutzig, ungesund und vor allem Frauen würden sich wohler und sicherer fühlen, müssten Sie beim Tanken nicht aussteigen. Mit dem Roboter hätten sich diese Probleme tatsächlich erledigt. Dazu kommt, dass dieses System die Standzeit halbiert. Fuelmatics ist – vor allem durch das automatisierte Zahlsystem – wesentlich schneller als die herkömmlichen Tankstellen.

Automatisches tanken Fulematics Roboter Zapfsäule

Der Roboter erledigt beim Tanken die Drecksarbeit.

Die Schweden befinden sich derzeit noch dabei, erste Pächter als Kunden zu gewinnen und buhlen vor allem damit, dass mehr Autofahrer bedient werden könnten. Mit weniger Personalkosten. Schließlich bräuchte es keine Kassierer mehr. Die ersten Tankstellen bekämen außerdem reichlich neue Kunden. Die Earlyadopter, die das System ausprobieren oder einfach mal in Aktion sehen wollen, die Kunden, die durch die Medienberichterstattung angezogen werden und jene, die nicht aussteigen wollen.

So funktioniert automatisches Tanken:

Für die unbemannten 24-Stunden-Tankstellen mit Selbstbedienung, wäre das Fuelmatic-System auch tatsächlich eine clevere Lösung. Hier ist der Tankvorgang ohnehin auf den pragmatischen Kern des Ganzen reduziert. Bei größeren Tankstellen wäre es denkbar, dass die Fuelmatic-Roboter als Zusatz angeboten werden. Eine Art Fastlane.

Tanken als Selbstzweck

Um eine große Systemrevolution hervorzurufen, hapert es aber noch an Details. Der Kunde möchte an Tankstellen Vignetten kaufen, auf Toilette gehen, Zigaretten holen, einen warmen Kaffee trinken, Zeitschriften suchen, Süßigkeiten für die Kinder organisieren, die auf dem Rücksitz laut werden und auch längst auf Toilette müssen. Der Tankstellenpächter ist auf diese Bedürfnisse angewiesen. Denn dessen Gewinn hängt – betreibt er eine moderne Tankstelle – nur zu 5,6 Prozent vom Sprit ab.

Automatisches tanken Fulematics Roboter Zapfsäule

Hier erkennbar: der Tankstutzen ist rechts.

Apropos Faktor Mensch. Der müsste sein Auto richtig an die Roboter-Zapfsäule fahren. Dazu ein kleiner Tipp: Neben der kleinen, leruchtenden Zapfsäule der Tankanzeige im Auto befindet sich ein kleines Dreieck – es zeigt zu der Seite, an der sich der Tankstutzen des Autos befindet. Unser Foto zeigt die Tankanzeige eines Volvo V60. Getankt wird auf der Beifahrerseite.


  • Ravenbird

    Vor allem Frauen wollen nicht aussteigen.
    Der Patschen bleibt unbemerkt, ebenso wie die ausgefallenen Lichter rundum. Aber vielleicht gibt es bald eine Handy-App, die das den Fahrerinnen ansagt. Wird aber nix nützen, weil’s eh wurscht ist. Schuld sind die Männer.
    Für Frauen müßte es selbstdenkende Technik geben, weil sie sich absolut nicht damit befassen wollen oder können.
    Nichts für ungut, liebe Frauen, ihr könnt dafür so viele andere Dinge besser als Männer.
    Solange unsere Gurken hirnlos sind wie ein Stück verschimmeltes Brot, haben auf Tankstellen MENSCHEN zu arbeiten, die zumindest einen Blick auf das Vehikel werfen können und Ratschläge erteilen. Reparieren wie früher kann man eh nix mehr.
    Ich warte meine Autos zwar selbst, tanke aber aus oben ersichtlichem Prinzip niemals bei Automat-Tankstellen ohne Personal.

    • Rabenvogel mit Spatzenhirn

      Ja, wir Frauen sind es, die eine technische Neuerung verhindern, weil wir schon mit dem derzeitigen Stand überfordert sind. Nein, sogar mit dem Level, das vor 60 Jahren und mehr eingeführt wurde.

      Das Problem an der Sache ist, lieber Rabenvogel, dass Sie, bezogen auf den Mikrokosmos, in dem Sie sich bewegen, sogar Recht haben. Die Frauen in Ihrem Bekanntenkreis sind wahrscheinlich tatsächlich zu dumm, den Reifendruck zu kontrollieren oder eine Lampe auszuwechseln.

      Das, geschätzter Mitleser, liegt aber nicht an den Frauen in ihrer Gesamtheit, sondern schlichtweg daran, dass selbstgerechte Chauvis entsprechende Blödchen anziehen. Oder anders: jeder kriegt die Frau, die er verdient, lieber Rabenvogel.

      Und jemand, der auf die Erfindung einer App wartet, die seiner Frau sagt, wann ein Birnchen kaputt ist, der bekommt eben auch eine Frau, die so etwas braucht.

      Andere Frauen, die Sie nie kennen lernen werden, weil die sich nie mit Ihnen abgeben werden, merken nachlassenden Reifendruck am Fahrverhalten oder bei einer Routinekontrolle. Oder aber – erstaunlich was die moderne Technik kann – das Auto zeigt es schon ganz ohne App per Warnlämpchen an.

      Achtung Durchsage, der kleine Rabenvogel möchte bitte im Haterparadies abgeholt werden.

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