5 Tipps verlängern die Lebensdauer eurer Bremsen

Das Bremssystem zählt zu den wichtigsten Komponenten eines Pkws und gleichzeitig zu den am meisten beanspruchten. Diese 5 Tipps steigern die Lebensdauer der Bremsen.

20.07.2016 Online Redaktion

Damit eure Bremsen ihre Leistung dauerhaft und verlässlich erbringen können, haben wir für euch 5 Tipps zusammengestellt:

Tipp 1: Zwischendurch stark Bremsen!

So funktioniert´s: Wenn möglich auf einer Privatstraße oder einer unbefahrenen Seitenstraße (nicht auf einer öffentlichen/befahrenen Straße) auf maximal 30 km/h beschleunigen, im Rückspiegel versichern, ob auch wirklich kein Fahrzeug hinter euch fährt und dann beim ersten Versuch die Bremsen leicht bis mittelstark antesten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Bremsen reagieren. Wenn ihr euch sicher fühlt, versucht den ganzen Ablauf nochmals mit einer stärkeren Bremsung.

Der Zweck des Ganzen?

Im Alltag werden die Bremsen eures Pkws eher selten stärker beansprucht. Ein Film aus Schmutz, Kondenswasser oder auch Flugrost, der sich auf den Bremsbelegen/scheiben bilden kann, wird aber nur durch stärkere Bremsmanöver effektiv beseitigt. Und nur so ist auch eine gute Bremswirkung im Ernstfall gewährleistet.

Tipp 2: Ist die Bremsflüssigkeit ok?

Als Faustregel gilt: Die Bremsflüssigkeit sollte alle 2 Jahre gegen eine neue Befüllung ausgetauscht werden. Warum? Das Bremsöl ist „hygroskopisch“. Also der Vorgang, wenn Feuchtigkeit aus der Luft absorbiert wird und damit das Bremsöl bzw. die Bremsflüssigkeit seine Hitzebeständigkeit verliert.
Folge: Die Bremswirkung kann sich bei starker Beanspruchung der Bremsen (z.B. bei Bergabfahrt) stark verringern oder sogar komplett aussetzen, wenn das in der Bremsflüssigkeit eingeschlossene Wasser zu kochen beginnt. Wer ein regelmäßiges Service bei der Werkstatt seines Vertrauens vereinbart, wird damit keine Probleme haben, denn die Überprüfung der Bremsflüssigkeit sollte in jedem Fachbetrieb zum Standard gehören.

Tipp 3: Noch ganz dicht? Bitte checken!

Bei laufendem Motor im Leergang: Bremspedal drücken bis der maximale Bremspunkt erreicht ist (also bis der Widerstand am Größten ist). An dieser Stelle sollte das Pedal nicht mehr weiter nachgeben. Tut es das doch, kann das bedeuten, dass das Bremssystem nicht mehr dicht ist, oder auch, dass Luft in den Bremsschläuchen eingeschlossen ist.

Wie kontrolliere ich ob das Bremssystem dicht ist?

Auch ein kurzer Blick auf die Bremsflüssigkeit im Motorraum gibt Aufschluss: Ist der Stand der Flüssigkeit gesunken bzw. niedrig kann auch das auf eine Undichtigkeit im Bremssystem (oder auch auf abgefahrene Bremsbeläge) hindeuten.

Was ist zu tun, wenn das Bremssystem nicht dicht ist?

Auch wenn diese Diagnose nicht für ausnahmslos alle Fahrzeugmodelle gelten mag, empfehlen wir im oben beschrieben Fall einen Werkstattbesuch. Eine Überprüfung des Bremssystemes kostet nicht viel, dauert nicht lang, und bringt somit schnell Gewissheit.

Tipp 4: Nach dem Besuch in der Waschanlage: Leicht Bremsen!

So bekommt man die Feuchtigkeit wieder von den Bremsscheiben, die sich dort während des Waschvorganges angesammelt haben kann. Klingt einfach und ist es auch – kann aber dennoch den Bremsweg dramatisch verkürzen und Leben verlängern.

Tipp Nr. 5: Bei diesen Warnhinweisen: Nächstes Fahrziel: Werkstatt

Ihr hört ein metallenes „Kreischen“ beim Bremsen? – Dann kommt er fast zu spät, unser letzter Tipp. Wenn beim Bremsen bereits Metall auf Metall trifft, gibt es nur mehr eine Richtung – ab zur Werkstatt. Höchstwahrscheinlich sind die Bremsbeläge aufgebraucht und reiben sich bereits innig mit den Bremsscheiben. In dem Fall bitte auf direktem Weg die nächste Werkstatt anpeilen!

Gleiches gilt auch bei

Anderen „seltsamen“ Geräuschen, Ausbrechen des Fahrzeugs beim Bremsen, einem langen Brems-Pedalweg, ungewöhnlichen Gerüchen oder gar Rauch beim Bremsmanöver, aufscheinenden Warnleuchten oder anderen Auffälligkeiten, die beim Bremsen auftauchen.

Unser Fazit

Diese Tipps erhöhen eure Sicherheit – und freuen auch euer Sparschwein. Denn bei einem zu spät erkannten Schaden an den Bremsen erhöht sich nicht nur der Bremsweg drastisch – sondern auch gleich eure nächste „Investition“ in die Werkstatt.

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