Ab einer gewissen Temperatur verfärben sich die Schneekristalle und sollen Autofahrer so auf Glättegefahr aufmerksam machen.
Ab einer gewissen Temperatur verfärben sich die Schneekristalle und sollen Autofahrer so auf Glättegefahr aufmerksam machen.
 

ASFINAG: Neue Bodenmarkierung soll vor Glatteis warnen

In einem weltweit einzigartigen Pilotversuch kommen auf der A2 Schneekristall-Markierungen zum Einsatz, die sich bei Temperaturen unter 0 Grad verfärben und so vor Glatteis-Gefahr warnen.

23.11.2013 APA

Um Autofahrer besser auf Glättegefahr hinweisen zu können, hat die ASFINAG einen weltweit einzigartigen Pilotversuch gestartet: Bodenmarkierungen, die bei Kälte die Farbe ändern. Die Markierungs-Farben enthalten einen Zusatzstoff, der auf Kälte reagiert.

Kälteempfindliche Schneekristall-Markierungen bereits auf A2 im Einsatz

Auf zwei Stellen auf der A 2 kommen die Chamäleon-Bodenmarkierungen bereits zum Einsatz:  In Pinggau und bei Graz, jeweils in Fahrtrichtung Wien, wurden Gefahrenzeichen mit einem Schneekristall markiert. „Bei normalen Temperaturen ist dieses Verkehrszeichen nahezu transparent“, erklärt ASFINAG-Geschäftsführer Rainer Kienreich. „Sobald es kälter wird, verändert sich die Spezialfarbe aber.“ Der Rahmen wird, so wie bei den üblichen Gefahrenzeichen rot, der Schneekristall wird blau. Autofahrer können dadurch schon von weitem erkennen, dass die Fahrbahntemperatur 0 Grad oder weniger hat, und ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen. Der Pilotversuch mit dem neuen Zusatzstoff läuft vorerst über den Winter 2013/2014. „Bewährt sich diese Markierung, sollen ,rot-blaue Kältezeichen‘ die Verkehrsteilnehmer im Winter künftig verstärkt warnen“, so Erich Putz, der für alle Bodenmarkierungen auf Autobahnen und Schnellstraßen der ASFINAG zuständig ist.

Glättemeldeanlagen zur Vorbeugung

Mit den Markierungen sollen Verkehrsteilnehmer zusätzlich informiert werden. Ein anderes System ist bereits seit längerer Zeit im Einsatz: An zahlreichen Stellen sind in der Fahrbahn so genannte Glättemeldeanlagen eingebaut, mehrere Sensoren überwachen dabei Niederschlagsart und -menge, Temperatur, vorhandenen Salzgehalt auf der Fahrbahn und ähnliches. Bei Unterschreiten der eingestellten Grenzwerte erhält die jeweils zuständige Überwachungszentrale der ASFINAG ein Signal und alarmiert die Autobahnmeisterei, um – zum Beispiel – durch vorbeugende Salzstreuung eine Glatteisbildung zu verhindern. 450 derartige Wetterinformationssysteme sind etwa nach Tunnelanlagen oder im Bereich von Brücken bereits aktiv, weitere 50 werden in Zukunft noch installiert.

  • /me

    Was die ASFINAG nicht alles tut, um bei Unfällen wegen schlecht geräumter Autobahnen nicht schadenersatzpflichtig zu sein …

  • Merklke Heinz

    Finde es sehr wichtig und gut!!
    Jede Maßnahme die der Verkehrssicherheit und der Entlastung der Autofahrer im Straßenverkehr dient, ist zu begrüßen.

  • weber

    TOLLE Idee, aber warum am Boden und nicht als Verkersschild. Oder zumindest ein Schild als Ergämzung.

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