Autofahren auf Schnee und Eis

Der Winter ist da – mit diesen Tipps kommen Autofahrer gut durch die nächste Kältewelle.

19.01.2016 APA

Der Winter hat mit Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius endgültig seinen Einzug in Österreich gehalten. Diese Sicherheitstipps helfen Autofahrern, sicher durch die nächste Kältewelle zu kommen:.

Richtige Ausrüstung als „A und O“ für jeden Autofahrer

Das wichtigste bei diesen Temperaturen sind Winterreifen. Die Kennzeichnung „M&S“ sowie eine Mindestprofiltiefe von 4 mm sind per Gesetz erforderlich. Außerdem sind eine mit Frostschutz befüllte Scheibenwaschanlage sowie funktionierende Scheibenwischer für gute Sicht unerlässlich. Natürlich sollte auch immer ein Eiskratzer und Besen mitgeführt werden und für eingefrorene Türschlösser ein passender Enteiserspray, empfiehlt der ARBÖ.

Batterie-Check

Was ihr tun könnt, damit euer Auto auch bei eisigen Temperaturen morgens anspringt, lest ihr hier.

Angepasstes Fahrverhalten als Vorsorge

Als wichtigste Maßnahme bei schnee- und eisbedeckter Fahrbahn rät der ARBÖ, den Fuß vom Gas zu nehmen. Bereits bei nasser Fahrbahn sollte die Geschwindigkeit um 50% verringert werden, bei Schnee- und Eisfahrbahn um 70 %. Zusätzlich muss, wenn vorhanden, das ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) eingeschaltet bleiben. Dies verringert die Gefahr, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, sollte das Abblendlicht bzw. wenn erforderlich die Nebelscheinwerfer eingeschalten werden.

Falls es doch zum Schleudern kommt

Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen versagen und das Auto gerät ins Schleudern: Fuß weg vom Gas, Auskuppeln und in die gewünschte Richtung lenken.

Dieselfrostschutz

Extreme Kälte kann speziell bei Dieselfahrzeugen zu Problemen führen: Denn purzeln die Temperaturen in den Keller, droht der Treibstoff einzufrieren. Die Folge: Das Fahrzeug springt nicht mehr an. Im Extremfall schaltet der Motor sogar während der Fahrt ab. Vor allem bei Fahrzeugen, die nachts im Freien stehen, empfiehlt es sich, vorsorglich einen Dieselfrostschutz in den vollen Tank zu kippen: „Dem Diesel wird es sofort warm ums Herz. So gibt‘s nach einer Frostnacht mit Sicherheit kein böses Erwachen“, so ARBÖ-Sprecher Sebastian Obrecht. Das Mittel wirkt auch dann noch, wenn sich beim Diesel bereits erste Erfrierungssymptome zeigen. Insbesondere während des Winterurlaubs ist darauf zu achten: Steht das Fahrzeug mehrere Tage und Nächte im Hochgebirge bei Temperaturen jenseits der minus 20 Grad Marke, wird auch der qualitativ hochwertigste Dieselkraftstoff einfrieren und zu massiven Problemen vor der Rückreise führen.

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