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Autofahren im Herbst: Das ist zu beachten

Heftiger Regen, dichter Nebel, erster Frost und nasses Laub auf den Straßen als Herausforderung: Tipps und Tricks rund ums Autofahren (nicht nur) im Herbst

13.10.2016 Online Redaktion

Heftiger Regen, getrübte Sicht durch Nebel, erster Frost, tiefstehende Sonne – der Herbst hat es für Lenkerinnen und Lenker in sich. Vorausschauendes Fahren, beste Sichtbarkeit und rechtzeitige Beseitigung möglicher technischer Mängel an Fahrzeugen vor Fahrtantritt sind wesentlich.

Vorsicht bei nasser Fahrbahn

Die Nässe in Verbindung mit tieferen Temperaturen sorgt auf Straßen für Gefahrenmomente. Die Reifen haben kaum oder nur schlechte Haftung. Der Bremsweg verlängert sich nämlich deutlich auf nassen Fahrbahnen. Ebenfalls zu beachten: wer wenig Erfahrung hat, sollte passiv unterwegs sein. Beginnt das Auto aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu rutschen, sollte man den Fuß vom Gas nehmen, auskuppeln, in die gewünschte Fahrtrichtung lenken und bremsen.

Geschwindigkeit anpassen – Abstand halten

Stichwort schlechte Sicht: Nebel oder tiefstehende Sonne beeinflussen unsere Wahrnehmung während der Fahrt wesentlich. Hier gilt das Motto: vorausschauend fahren und immer vorbereitet sein. „Sehen und gesehen werden! Das ist das beste Motto für eine sichere Fahrt durch den Herbst“, so ASFINAG-Verkehrssicherheits-Experte Bernhard Lautner. Die Geschwindigkeit muss rechtzeitig an die Fahrverhältnisse angepasst werden. Eine Faustregel für den richtigen Abstand ist die Zwei-Sekunden-Regel: Wenn das vorausfahrende Fahrzeug einen markanten Punkt passiert, langsam ’21, 22′ zählen. Erst dann sollte man selbst diesen Punkt passieren, sonst ist der Abstand zu gering.

Alle wichtigen Infos zum Sicherheitsabstand haben wir hier zusammengefasst.

Der Schnee kommt – Nicht ohne Winterreifen

Ab 1. November müssen Pkw per Gesetz Winterreifen bei winterlichen Fahrverhältnissen montiert haben (genauso wie Lkw) – Lkw-Lenker müssen zusätzlich Schneeketten mitführen.

Alles rund ums Thema Autoreifen findet ihr unter diesem Link.

Vorsicht in Nebelzonen – Vorausschauend fahren

Bei schlechter Sicht sollte man die Nebelschlussleuchte aktivieren. Bei Nebelpunkten am rechten Rand auf der Autobahn gilt: Drei Punkte bedeuten normale Sicht – sind lediglich zwei Punkte gleichzeitig sichtbar, sollte die Geschwindigkeit auf 60 km/h, bei einem sichtbaren Nebelpunkt auf 40 km/h gedrosselt werden.

5 Tipps zum richtigen Fahrverhalten bei Nebel

Nasse Fahrbahn = längerer Bremsweg

Frühzeitig vom Gas und den Vorgaben auf den Verkehrsbeeinflussungsanlagen sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Regen unbedingt Folge leisten. Bei 100 km/h verlängert sich der Anhalteweg auf nasser Fahrbahn auf 96 Meter – das sind 20 Meter mehr als auf trockener Fahrbahn.

Wie man den Bremsweg richtig berechnet, erfahrt ihr hier.

Achtung: Herbstlaub und Fallobst auf der Straße!

Wenn Herbstlaub und Fallobst auf schon feuchte Straßen fallen, entsteht eine „rutschige Mischung“ und die Reifen haften nicht mehr richtig an der Fahrbahn. „Wenn die Reifen keinen direkten Kontakt mehr mit dem Asphalt haben, können weniger Kräfte übertragen werden. Der Reifen hat keinen Grip und auch Sicherheitsassistenten wie ESP und ABS sind in diesem Fall rasch an der Grenze des Machbaren“, rät ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl zur Vorsicht. Wer auf rutschiger Herbstfahrbahn unterwegs ist, sollte vorausschauend fahren, die Geschwindigkeit reduzieren und möglichst viel Abstand zum Vordermann halten. Außerdem ist es sinnvoll, weich und sanft zu lenken sowie gefühlvoll zu bremsen. Motorradfahrer sollten die herbstlichen Bedingungen auf der Straße besonders ernst nehmen. Oft liegt das feuchte Laub im Schatten oder in unübersichtlichen Kurven. Zur Rutschgefahr kommen hier noch der Schreck und eine mögliche Fehlreaktion dazu.

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