Wieso ihr die Ideallinie braucht – und wie ihr sie findet

Achtet auf eure Linie! Rennfahrer Randy Pobst erklärt, warum der schnellste Weg durch eine Kurve nicht der kürzeste ist – und wie ihr ihn findet.

19.08.2016 Online Redaktion

Wenn ihr eine Rennstrecke so schnell wie möglich absolvieren möchtet, müsst ihr über die Ideallinie Bescheid wissen. Diese imaginäre Linie beschreibt den effizientesten Weg auf dem Track. Wie ihr diesen findet, erklärt der amerikanische Rennfahrer Randy Pobst in einem kurzen Video.

Drei Punkte als Ziel

In jeder Kurve der Welt gibt es drei Punkte, die man anvisieren sollte: Turn-In (in der Kurveneinfahrt), Apex (am Scheitelpunkt) und Track-Out (in der Kurvenausfahrt). Wo genau die Ideallinie zwischen diesen Punkten verläuft, hängt von Fahrzeug, Fahrstil und den Fahrbahnbedingungen ab. Randy Pobst zeigt, wie der schnellste Weg durch eine Kurve aussehen könnte:

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© Bild: YouTube

Vergrößerung des Kurvenradius

Die Ideallinie verläuft also vom äußeren Rand der Fahrbahn zum Inneren und wieder zurück. Obwohl sie den schnellsten Weg durch eine Kurve darstellt, ist sie nicht der kürzeste:  Vielmehr dient sie dazu den Radius der Kurve zu vergrößern, damit der Fahrer weniger stark abbremsen muss und schneller wieder beschleunigen kann.

Praxistest mit Randy Pobst

Nach der kurzen theoretischen Einführung geht Pobst zum Praxistest über: In einem Cadillac ATS nimmt der Rennfahrer zuerst den kürzesten Weg durch die Kurve am inneren Rand entlang, dann den längsten entlang des Außenrandes, was eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht und schließlich – ihr habt es erraten – durchfährt er die Kurve auf der Ideallinie.

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© Bild: YouTube

Beeindruckender Zeitgewinn

Der Praxistest untermauert die Theorie: Auf der Ideallinie gewinnt Pobst ganze 0,804 Sekunden

 

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