Alkoholisiert hinterm Steuer: Diese Strafen drohen

Mit diesen Konsequenzen müssen alkoholisierte Autofahrer in Österreich rechnen – abgesehen von dem erhöhten Risiko, einen Unfall zu verursachen.

12.09.2015 Online Redaktion

Wer in Österreich nach dem Konsum von Alkohol ein Auto lenkt, muss mit den unten angeführten Strafen rechnen (abgesehen von dem erhöhten Risiko, einen Unfall zu verursachen).

0,1 Promille-Grenze in bestimmten Fällen

Grundsätzlich dürfen Autofahrer sich nur mit weniger als 0,5 Promille Alkoholgehalt im Blut hinters Steuer setzen – in bestimmten Fällen wird diese Grenze allerdings auf 0,1 Promille herabgesetzt. So dürfen Probeführerschein-Inhaber, L17-Lenker bis zum vollendeten 20. Lebensjahr, Fahrschüler und Fahrlehrer während der Fahrt höchstens 0,09 Promille haben. Für Führerscheininhaber der Klassen C, D und F sowie Schulbus-Lenker gilt diese Regelung immer.

Strafen bei 0,5 Promille oder mehr

0,5 bis 0,79 Promille:

Bei einem Alkoholgehalt zwischen 0,5 und 0,79 Promille im Blut wird eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von 300 bis 3700 Euro fällig. Es handelt sich dabei um eines der 13 so genannten „Vormerkdelikte“: Der betroffene Lenker erhält eine Vormerkung im Führerscheinregister. Wer bereits zum zweiten Mal alkoholisiert hinterm Steuer erwischt wird, muss zusätzlich dazu zum Verkehrspsychologen und die Behandlungskosten selbst berappen. Beim dritten Vormerkdelikt wird der Führerschein für mindestens 3 Monate entzogen.

0,8 bis 1,19 Promille:

Die Fahrt mit 0,8 bis 1,19 Promille schlägt mit 800 bis 3700 Euro zu Buche. „Ersttätern“ wird der Führerschein für 1 Monat entzogen, wer bereits zum wiederholten Mal erwischt wurde, muss mindestens 3 Monate lang aufs Autofahren verzichten.

1,2 bis 1,59 Promille:

Lenkern, die zwischen 1,2 und 1,59 Promille Alkoholgehalt im Blut haben, wird der Führerschein für mindestens 4 Monate entzogen. Zudem wird eine Geldstrafe in der Höhe von 1200 bis 4400 Euro fällig. Zusätzlich dazu muss der Betroffene eine Nachschulung besuchen und selbst bezahlen.

Ab 1,6 Promille:

Wer sich mit 1,6 Promille oder mehr hinters Steuer setzt, muss mit einer Geldstrafe zwischen 1600 und 5900 sowie mindestens 6 Monaten Führerscheinentzug rechnen. Die obligatorische Nachschulung kostet in dieses Fällen noch einmal etwa 500 Euro, die verkehrspsychologische Untersuchung schlägt mit 363 Euro zu Buche.

Bei Alkomat-Test-Verweigerung droht Höchststrafe

Wer den Alkomat-Test verweigert, muss übrigens ebenfalls mit der „Höchststrafe“ rechnen. Der Strafrahmen ist der selbe, als hätte der Blutalkoholgehalt des betroffenen Fahrers 1,6 Promille mehr betragen.

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