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7 Regeln zum Überleben einer Autobahn-Panne

Eine Panne auf der Autobahn birgt zahlreiche Risiken, die das Leben des Pannenfahrers, der Mitfahrenden und der anderen Verkehrsteilnehmer ernsthaft in Gefahr bringen können. Diese Regeln helfen, den Albtraum Autobahn-Panne zu überleben.

17.05.2016 Online Redaktion

Wenn mitten auf der Autobahn plötzlich der Motor stottert, löst das bei vielen Autofahrern Panik aus. Zurecht. Selbst eine kleine Panne kann auf der Autobahn zu lebensgefährlichen Situationen führen. Immer langsamer rollt das eigene Auto und die anderen Fahrzeuge ziehen rasend schnell an einem vorbei. Der Adrenalinspiegel steigt. Wer sich nun an ein paar einfache Regeln hält, steigert seine Chancen, die Lage heil zu überstehen, um ein Vielfaches.

Regel 1: Ruhe bewahren

In Stresssituationen wie dieser kann sich schon einmal Panik breit machen, die zu unüberlegten Handlungen führt. Selbst leichte Hektik lässt uns oft Entscheidungen treffen, mit denen wir uns und andere in Gefahr bringen. Im Nachhinein sehen wir oft vieles klarer. Damit wir auch im Moment des Geschehens richtig reagieren, hilft es, eine Gefahrensituation wie diese vorab durchzuspielen. Ein paar Strategien parat zu haben,  hilft uns, im Moment des Notfalls Ruhe zu bewahren, und ein kühler Kopf ist das A und O, damit wir diese Lage unbeschadet überstehen.

Regel 2: Warnblinker an

Die Warnblinkanlage zu aktivieren, sollte zu den ersten Reaktionen bei einem Zwischenfall gehören. Nicht erst, wenn das Auto steht, sondern bereits wenn das Auto an Geschwindigkeit verliert, ist es ratsam, sofort den Warnblinker einzuschalten. Die hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn machen ein langsames Fahrzeug schnell zum Verkehrshindernis. Ein Auffahrunfall wäre jetzt der „größte anzunehmende Unfall“. Mit dem unmittelbaren Aktivieren der Warnblinkanlage trägt der Fahrer jetzt sehr viel dazu bei, diesen GAU zu verhindern.

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© Bild: Shutterstock

Regel 3: Lenkrad einschlagen

Ist das Auto zum Stehen gekommen, sollte der Fahrer das Lenkrad nach rechts einschlagen. So gerät das Fahrzeug im Falle eines Auffahrunfalls nicht in den Verkehr. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn der Pkw am Pannenstreifen oder in der Nähe des rechten Fahrbahnrandes abgestellt werden konnte. Sollte der Wagen aufgrund besonderer Umstände am linken Fahrbahnrand zum Stehen gekommen sein, dann muss das Lenkrad nach links eingeschlagen werden. Wesentlich ist, dass die Reifen von der Fahrbahn wegzeigen. So rollt das Fahrzeug bei Schub von hinten nicht auf die Fahrbahn, sondern entfernt sich davon.

Regel 4: Richtig aussteigen

Viel Ärger und leichte Panik lassen den Fahrer des Pannenwagens oftmals unüberlegt aus dem Auto springen. Dabei kann es leicht passieren, dass man von einem knapp vorbeifahrenden Auto mitgerissen wird. Zwei Aspekte sollte man sich deshalb für den Fall der Fälle gut einprägen: Ohne Ausnahme gilt es, vor dem Aussteigen aus dem Auto die Warnweste überzustreifen. Die eigene Sichtbarkeit wird deutlich erhöht, und Ausreden gibt es keine. Der beste Weg aus dem Auto führt dann über die der Fahrbahn abgewandten Türen. Einen Sitz zu überklettern, ist nur ein kleiner Aufwand und nicht zu vergleichen mit einem von der Fahrbahn gefegten Körper.

Regel 5: Warndreieck aufstellen

Die Pannenstelle abzusichern, ist wichtig. Konnte das Fahrzeug aber auf dem Pannenstreifen gestoppt werden, ohne dass es in die Fahrbahn ragt, und herrscht zudem gute Sicht, ist das Aufstellen des Warndreiecks nicht erforderlich. Bei Regen, Nebel, Dämmerung oder Dunkelheit erfüllt das Warndreieck eine hohe Schutzfunktion. Wer es aufstellt, kommt nicht nur seiner gesetzlichen Pflicht nach, sondern erhöht die Überlebenschancen aller Involvierten.

Regel 6: Hilfe holen

Ob Autoclub, Hersteller bei Mobilitätsgarantie oder die Assistance-Zentrale eines Versicherungsanbieters, wer auch immer zur Hilfeleistung kontaktiert wird, jetzt sind genaue Angaben gefragt: Fahrzeugtyp, -farbe, und -kennzeichen, Pannenverlauf und –besonders wichtig –  Lokalisierung der Pannenstelle. Smarte Telematik-Systeme sind jetzt Gold wert. Mit der multifunktionalen „Allianz Drive“-App muss nicht einmal die richtige Notfallnummer bei der Hand sein. Ein Klick auf den SOS-Button am Smartphone reicht und man ist mit der „Allianz Global Assistance“-Zentrale verbunden, die sofort Hilfe schickt. Über die genaue Position der Pannenstelle braucht sich der Fahrer auch keine Gedanken zu machen, denn der Stick im Zigarettenanzünder ortet die Stelle für die Helfer punktgenau. Entsprechende Systeme gibt’s bei Allianz, Uniqa und ÖAMTC.

Regel 7: Hinter der Leitplanke warten

Es gibt nur einen Ort, an dem man sicher auf die Helfer wartet: hinter der Leitplanke. Keinesfalls sollten Fahrer und Mitfahrende im Auto sitzen bleiben. Die Gefahr eines Auffahrunfalls ist stets gegeben. Selbst am Pannenstreifen sollte man sich nur bewegen, um das Warndreieck aufzustellen. Danach heißt es, Abstand halten und hinter der Leitplanke abwarten, bis die Helfer eingetroffen sind.

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