BMW Navi Screenshot
Navis gibt es viele, aber welches bringt einen wirklich schnell ans Ziel? Zum Beitrag /// Foto: Werk, Andreas Riedmann
 

Die 10 besten Einbau-Navigationssysteme

Welche Systeme sind am einfachsten zu bedienen, welches reagiert am schnellsten?

13.09.2013 Online Redaktion

Infotainment ist ein Must-Have in der Autoindustrie, kein Hersteller kommt mittlerweile ohne Connectivity aus. Entsprechend ist das Angebot an Ab-Werk-Navigationssystemen so breit gefächert wie der Automarkt selbst, vom Dacia-Touchscreen (powered by LG) bis zum High-End-BMW-Connected Drive. Die folgende Auflistung zeigt, welche Infotainment- und Navigationssysteme am meisten überzeugen in Sachen Bedienbarkeit und Performanz. Zwei Anmerkungen, bevor es losgeht: Die Routenführung selbst wird hier nicht berücksichtigt, da das Kartenmaterial meist von externen Zulieferern (Navteq, TomTom) kommt und sich damit eh sehr ähnlich ist.

Und: Ja, man kann sich an alles gewöhnen, auch die schlimmste Tastenflut hat man nach drei Wochen intus. Hier soll jedoch gezeigt werden, wie intuitiv sich ein Navigationssystem bedienen lässt (oder eben nicht), ohne Bedienungsanleitung und Eingewöhnungsphase.

Platz 10: Peugeot & Citroën

Citroen Touchdings

Unglaublich, aber wahr: Peugeot und Citroën schaffen es in diese Bestenliste. Nach Generationen stecknadelgroßer Tasten und irrwitziger Menüstrukturen ist nun ein schlichtes, allumfassendes Touchscreen-System in Citroën C4 Picasso und Peugeot 308 auf den Markt gekommen, das nicht nur Navigationssystem und Radio beinhaltet, sondern auch gleich die Klimaanlage und diverse Fahrzeugeinstellungen. Die Menüstruktur ist logisch aufgebaut, man findet schnell ans Ziel. Die Berechnungszeit der Zielführung geht in Ordnung, nur der Touchscreen reagiert zu langsam auf Eingaben, wir möchten uns noch gar nicht vorstellen, wie das im Winter ist. Und die Navi-Ansagerin lisbelt immer noch ein bisschen.

Platz 9: Jaguar & Land Rover

Range Rover Touchscreen

Der Range Rover Evoque ist eines von sehr wenigen Autos, bei denen man in der iPod-Titelliste 20 Titel auf einmal hinunterscrollen kann. Großes Lob hierfür. Das Touchscreen-System ist klar strukturiert, allerdings wirkt das Interface altmodisch, oder zumindest bemüht modisch (und damit auch schon veraltet). Smartphone-Koppelung geht fix, nur in den Menüs für das Fahrzeugsetup kann man sich leicht verlieren.

Platz 8: VW Golf

VW Golf Navi

Sonderlob für das Sensorfeld unter dem Touchscreen, das registriert, wenn die Hand naht und die Schaltflächen am unteren Rand vergrößert. Das Interface ist schlüssig und leicht durchschaubar. Unbegreiflich ist nach wie das VW-Media-Interface, der proprietäre Anschlussstrecker: Für jeden hundsnormalen USB-Stick oder MP3-Spieler braucht man ein Adapterkabel. Das spült Geld in die Konzernkassen und bringt dem Nutzer genau – nix.

Platz 7: Kia & Hyundai

Kia Cee'd Navi

Ein heller, großer Touchscreen, das sorgt gleich für beste Laune. Navigationseingaben und Smartphone-Koppelung gehen flott von der Hand, bei der iPod-Anbindung über USB und Klinke sind die Koreaner sowieso Pioniere. Nur die Navi-Ansage lässt sich nicht dauerhaft abschalten, dafür muss man jedes Mal erneut in die Menüs eintauchen.

Platz 6: Nissan

Nissan Navi

Die einfachen Lösungen sind oft die besten: Das kleine Touchscreen-Navigationsystem ist schon seit Jahren erhältlich, die großen Schaltflächen und die ausgewogene Aufteilung in Hardwaretasten und Touchscreen-Elemente überzeugen aber immer noch. Kürzlich wurde dem System ein größerer Bildschirm verpasst, die Grundtugenden sind dabei dankenswerterweise erhalten geblieben. Bluetooth-Koppelung geht fix, das System warnt außerdem vor Radarkameras (sogar in unserer Tiefgarage).

Platz 5: Dacia

Dacia MediaNav

Noch einfacher, noch besser: Dacia MediaNav. Hier gibt es genau drei Tasten (On/Off, Lauter, Leiser), der Rest passiert über große Schaltflächen am Touchscreen. Und weil es verhältnismäßig wenige Funktionen gibt, ist die Bedienung  watscheneinfach. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, was ein Navigationssystem braucht und was nicht. Passt also zu Dacia, so oder so.

Platz 4: Audi

Audi MMI

Das MMI gehört zu den Pionieren der radikal neuen Bediensysteme. Aktueller Stand: Ein Drehregler mit eingelassenem Sensorfeld zum Buchstabenskribbeln, den man auch drücken kann, dazu vier Bildschirm-Auswahltasten. Wer ein Handy flüssig bedienen kann, wird sich auch hier bald zurechtfinden. Für die Fülle an Funktionen ist das System jedenfalls sehr schlüssig gelöst, allerdings nervt auch hier der proprietäre VW-Konzern-Stecker (siehe Platz 7).

Platz 3: Lexus

Lexus Infotainment Knubbel

Eine wahrhaft einzigartige Lösung für das Infotainment hat sich Lexus einfallen lassen: Die Eingaben erfolgen mittels bewegbarer Computermaus, wobei die Bewegungen eingeschränkt sind: Der Cursor springt von Schaltfläche zu Schaltfläche, damit man nicht in einer toten Ecke versandelt bei 150 auf der Autobahn. Das funktioniert super, zumal die Bildschirme mittlerweile so groß sind, dass man auch während der Fahrt alles lesen kann. Auch die Performance stimmt.

Platz 2: BMW

BMW IDrive

Was Audi sehr gut kann, kann BMW noch einen Stipfl besser. Das iDrive hat (war es das „i“?) die Welt der Bediensysteme revolutioniert, erstmals wurde alles über einen zentralen Dreh/Drück-Knubbel bedient. Damals, 2001, war das furchtbar undurchschaubar, aber BMW hat gelernt und auf sinnvolle Weise Tasten gruppiert und den Knubbel weiterentwickelt. Seit neuestem ist auch hier ein Sensorfeld zur Eingabe von Schriftzeichen intergriert, wobei Audi die Idee ehrlicherweise früher hatte. Beeindruckend ist die Fülle an Möglichkeiten, die sich mit BMW Connected Drive ergeben: Die aktuellsten APA-Meldungen vorgelesen (!) hat uns bisher noch kein Auto.

Platz 1: Tesla

Tesla, oh mein Gott, Tesla!

Ein 17-Zoll-Touchscreen, das gibt’s sonst nirgends, und schon gar nicht serienmäßig. Und Tesla hat wirklich an alles gedacht: Der Bildschrim reagiert ohne Verrögerung auf Eingaben, das System läuft schnell und flüssig, die Bedienung ist selbsterklärend – und das, obwohl hiermit alles bedient wird vom Radio bis zu den Scheinwerfern. Und die Schaltflächen sind riesig, eh klar. Verbindung zu externen Geräten gibt’s via Bluetooth und USB, aber auf die Musiksammlung kann man beinahe verzichten: Es gibt Internetradio! Und noch nie haben wir so anmutig ein Schiebedach geschlossen: Mit Echtzeit-Animation auf dem Bildschirm. That’s the future, baby.

  • Phoenix

    Es fehlt definitiv das R-Link von Renault… da stellt jedes andere hier gezeigte in den Schatten!

  • Skipperalex

    Hab einen 5er bmw gehabt, jetzt c klasse. Die navi beim benz ist wesentlich einfacher zu bedienen, das idrive sowieso

  • Krawuzikapuzi

    Uuups, da fehlt doch glatt der Benz. Und Dacia ist doch eine Überraschung. Alle Achtung!

    • Nein, der Benz fehlt nicht: Mit den drei horizontalen Interface-Ebenen und den versteckten Untermenüs ist das Dreh/Drück/Schiebeknopf-Prinzip hier denkbar kompliziert umgesetzt. Und das beige/braune Farbthema wirkt altmodisch im Vergleich zu den aufgesetzten Bildschirmen in A/B/CLA-Klasse. Platz 11 also, höchstens.

  • geka

    Hier fehlt eindeutig noch das R-Link System von Renault.
    Hab das im meinem GT Clio, und die ersten paar Wochen hat´s mich aus den Socken gehauen, wie genau die Staus, Dank TomTom live, angegeben sind.
    Aber eben nur die ersten paar Wochen, weil die Inetverbindung seit einiger Zeit streikt und Renault nix weiterbringt. Aber so sind halt die Franzosen: super Ideen, aber in der Umsetzung fehlt ihnen a Japaner.

pixel