Winterreifen erhöhen die Sicherheit bei niedrigen Temperaturen

Winterreifen mit weichen Gummimischungen und modernen Lamellentechnologien bieten besseren Grip nicht nur bei Schnee und Eis sondern speziell bei winterlichen Temperaturen. Schon bei 5 °C und nasser Fahrbahn beträgt der Bremsweg bei einer Vollbremsung aus 70 km/h sogar mit gebrauchten Winterreifen zwei Meter weniger als mit Sommerreifen.

30.10.2015 Werbepartner

Goodyear und das ARBÖ Clubjournal Freie Fahrt verglichen Sommer- und Winterreifen am selben Tag bei 5 und 15 Grad:

Beim Reifentest am Morgen des 10. April bei 5 Grad und nasser Fahrbahn beträgt der Bremsweg des VW Touran bei einer Vollbremsung aus 70 km/h mit Winterreifen Goodyear UltraGrip 8 Performance (205/55 R16) mit 4 mm Restprofil zwei Meter weniger als mit Sommerreifen Goodyear EfficientGrip Performance. Andererseits ist der Bremsweg am Nachmittag bei 15 Grad mit denselben Winterreifen vier Meter länger als mit Sommerreifen.

Der Vergleich wurde mithilfe moderner Prüf- und Messtechnik bei gleichen Asphaltbedingungen in den ARBÖ-Fahrtechnikzentren in Strasswalchen (Salzburg) und Ludersdorf (Steiermark) durchgeführt. Goodyear-Testfahrer und Instrumentierer Robert Besch erklärt: „Der unterschiedliche Bremsweg bei Nässe ist hier offensichtlich. Doch auch bei anderen Leistungskriterien wie Seitenführungskraft, Trockenhaftung oder Aquaplaning-Verhalten ist der Winterreifen im Winter von Vorteil und im Sommer eindeutig unterlegen.“

Vorteil des Winterreifens im Winter ist Nachteil im Sommer

Der Vergleichstest demonstriert aber, dass moderne Gummimischungen speziell für die jeweilige Jahreszeit entwickelt sind und ihre Stärke im entsprechenden Temperaturbereich ausspielen. „Wintermischungen bleiben auch bei tiefen Temperaturen weich und flexibel, was guten Straßenkontakt ermöglicht. Bei hohen Temperaturen schlägt diese Eigenschaft ins Gegenteil um, höherer Abrieb und deutlich längere Bremswege sind die Folge“, erklärt Ing. Andreas Kropf, Manager Technical Customer Service, Goodyear Dunlop Tires Austria.

„Die Testbedingungen von 15 Grad stellen nur den unteren Gefahrenbereich dar, denn bei sommerlichen 30 Grad ist der Bremsweg mit Winterreifen noch erheblich länger“, erklärt Kropf. „Ich warne daher vor dem weit verbreiteten „Fertigfahren“ von Winterreifen mit Restprofil weniger als den gesetzlich vorgeschriebenen 4 mm im Sommer (im Sommer beträgt die erlaubte Profiltiefe 1,6 mm). Abgesehen vom Sicherheitsrisiko kann das Sparen bei neuen Sommerreifen eine weit höhere Investition für die Reparatur der Fahrzeugfront mit der heutigen aufwändig verbauten Technik nach sich ziehen.“

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