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Steigende Anforderungen an Zulieferer

Die Automobilindustrie steht in der kommenden Zeit vor spannenden Herausforderungen. Auch die Zulieferer sind davon betroffen. Unternehmen, die sich auf die Trends einstellen, haben jedoch gute Chancen, die Veränderungen der Branche zu ihrem Vorteil zu nutzen.

09.09.2016 Online Redaktion

Chancen für Zulieferer

Für die Zulieferer zeichnet sich ein Trend deutlich ab. Die Anforderungen, die Automobilhersteller an sie stellen, nehmen immer weiter zu. Anstatt nur Standard-Teile anzufordern, erwarten die Hersteller mittlerweile, dass sich die Zulieferer auf ihre Bedürfnisse einstellen und ihnen stattdessen komplexe Module oder Systeme anbieten.

Deswegen ist es für Zulieferer notwendig, sich intensiver mit Engineering auseinanderzusetzen. Unterstützung in diesem Bereich bieten Unternehmen wie Engel automotive, der Weltmarktführer für Spritzgießmaschinen im Fahrzeugbau, an.

Elektrofahrzeuge immer wichtiger

Für die Zulieferer öffnen sich durch die allgemeine Entwicklung in der Automobilbranche neue Türen: Interessant ist besonders die Tendenz zu immer leichteren Autos, die durch das niedrigere Gewicht einen geringeren Verbrauch aufweisen. Neue Betriebe, die sich auf die Herstellung von Modulen aus Karbon und Plastik anstatt Stahl konzentrieren, sind für diese Branche eindeutig im Vorteil. Außerdem nehmen Elektro-Autos an Stellenwert zu, sodass auch Hersteller von Ladestationen und Batterien immer wichtiger werden.

VDA-Präsident Matthias Wissmann hat in einem Interview mit Tagesspiegel.de im Vorfeld zur IAA 2016 erklärt, dass das Thema Elektro in diesem Jahr bei der Internationalen Automobil-Ausstellung einen wichtigen Stellenwert einnimmt: Perspektiven des alternativen Antriebs seien Thema sowie eine Vorstellung vom kleinsten bis zum schweren Nutzfahrzeug, die elektrisch geplant sind, seien dort zu sehen.

Niedrige Preise vom Verbraucher gefordert

Um die Kosten in der Automobilherstellung möglichst gering zu halten, neigen Automobilhersteller häufig dazu, verschiedene Komponenten in mehreren Modellreihen einzusetzen, anstatt jeweils ein spezifisches Modul zu entwickeln. Einerseits führt dies zu günstigeren Preisen, andererseits kommt es bei Defekten oder Reklamationen zu großen Rückrufaktionen. Nicht nur ein Modell ist in einem solchen Fall vom Rückruf betroffen, sondern gleich mehrere Reihen. Der Druck auf das Qualitätsmanagement nimmt zu.

Obwohl der Verbraucher auf der einen Seite niedrige Preise fordert, erwartet er auf der anderen Seite ein hohes Entgegenkommen, Flexibilität und Fortschritt. Nicht zuletzt die technische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Internet sorgen dafür, dass sich immer mehr und schneller Veränderungen in der Automobilbranche abzeichnen.

Indien und China mit positiver Tendenz

Asien ist in der Automobilherstellung ganz weit vorne und wird sich in den kommenden Jahren nach oben aufs Treppchen bewegen. Verschiedene Marken haben ihren Schwerpunkt nach Asien verlegt, besonders Indien und China spielen hierbei eine wichtige Rolle.

VDA-Präsident Wissmann hebt im Interview mit Tagesspiegel.de hervor, dass der chinesische Markt im Nutzfahrzeugsektor überraschend gut laufe. Erfreulich zeigt er sich, dass auch der europäische Markt mit bisher zwölf Prozent Zuwachs in diesem Jahr positive Zahlen aufweist.

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