Ein Dunlop-Breitreifen.
Beim Reifenkauf gibt es viele Kriterien, die es zu beachten gilt.
 

Tipps für den Reifenkauf

Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Reifenkauf beachten sollten.

25.04.2013 Online Redaktion

Dem Reifenkauf sollte man Aufmerksamkeit schenken, schließlich sind die Reifen ausschlaggebend für Sicherheit und Fahrspaß. Einige Punkte sind dabei zu beachten. So sollten (etwa nach einer Panne) immer beide Reifen pro Achse ausgetauscht werden. Am besten wären natürlich vier gleichwertige Reifen, aber wenn schon nur zwei erneuert werden, dann sollten die jungfräulichen Pneus an die Hinterachse montiert werden. Dort verbessern sie, unabhängig vom Antrieb des Autos, das Handling in Extremsituationen.

Sehr verlockend ist für viele der Wechsel auf breite Walzen mit schönen Felgen. Breitere Reifen bringen mit ihrer größeren Auflagefläche zwar deutlich bessere Fahreigenschaften und bessere Bremswege, allerdings leiden Fahrkomfort und Geräuschkulisse, Aquaplaning tritt früher ein und auch der Verbrauch steigt. Eine Frage der Balance.

Womit wir schon mitten in der Wissenschaft des schwarzen Strudelteiges wären. Es ist nämlich so, dass woauchimmer man eine Reifeneigenschaft hinzieht, woanders eine Qualität verloren geht. Will man weniger Rollwiderstand, verschlechtert sich der Bremsweg. Will man mehr Haftung, verschlechtert sich unter Umständen die Haltbarkeit. Ein wichtiges Kriterium, in dem ein Reifen auf jeden Fall gute Noten erreichen sollte, sind die Handling-Eigenschaften auf nasser Fahrbahn.  Einen guten Überblick über das aktuelle Angebot gibt der alljährliche Reifen-Test des ADAC. Die Hersteller, die dabei an der Spitze landen, sind meist dieselben: Mit Michelin, Continental und Goodyear etwa kann man wenig falsch machen, Marken wie Rotalla oder Sailun hingegen sind wohl zu Recht nicht sonderlich verbreitet.

Reifenlabel, krypische Codes – ein Wegweiser

Seit Ende letzten Jahres müssen alle Autoreifen mit einem Reifen-Etikett ausgeliefert werden, das Auskunft gibt über Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuschkulisse. Die ersteren beiden Kriterien werden auf einer bunten Skala von A bis G angegeben, die Geräuschemission mit einem stilisierten Lautsprecher.

Auf dem Reifen selbst sind neben allerlei mehr oder weniger wichtigen Botschaften (M&S-Reifen sind nicht automatisch Winterreifen, und umgekehrt!) vor allem zwei Codes wichtig. Da ist zunächst die Größenkennzeichnung des Reifens, die da etwa lautet:

225/50 R17 94 V

Die ersten drei Ziffern bezeichnen die nominelle Breite des unbelasteten Reifens an der breitesten Stelle in Millimetern, hier also: 225 Millimeter. Die 50 gibt das prozentuale Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite an, in diesem Fall 50%, also 112,5 Millimeter. „R“ bedeutet, dass es sich um einen Radialreifen handelt (Diagonalreifen gibt es an sich nur mehr bei Nutzfahrzeugen und argen Offroadern), die zwei Ziffern dahinter geben den Felgendurchmessen in Zoll an (hier: 17 Zoll). Danach folgt der Tragfähigkeitsindex, „94“ bedeutet in diesem Fall, dass der Reifen 670 tragen darf, bei 2,68 Tonnen Fahrzeuggewicht geben die Reifen also w/o. Am Schluss folgt der Geschwindigkeitsindex, „V“ steht hier etwa für eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

Aber der Reifen verrät noch mehr: Die DOT-Nummer zeigt neben Herstellungswerk und Reifengröße am Schluss auch das Herstellungsdatum des Reifens. Lautet der Code also DOT CPT4 A1HK 2408, dann sagt uns das vor allem, dass der Reifen in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2008 hergestellt wurde. Das ist nicht unwichtig, wenn man bei einem Gebrauchten kontrollieren will, ob man die Reifen bald austauschen muss.

Hat man sich für die richtigen Reifen entschieden, heißt es zunächst: Vorsichtig fahren. Seine volle Haftung entfaltet ein neuer Reifen nämlich erst nach 200 bis 300 Kilometern.

Winterreifentest 2013

Es ist eine hohe technokratische Kunst, den Reifen anständiges Benehmen beizubringen. Die meisten Hersteller beherrschen sie auch, aber nicht alle. Hier geht´s zum aktuellen ÖAMTC Winterreifentest 2013.

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