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WWDC 2014: Das sind die Apple-Neuheiten

Das neue Mac OS und iOS entsprechen den Erwartungen, auch sonst gibt es nichts Weltbewegendes.

02.06.2014 Online Redaktion

Die mit Spannung erwartete Keynote zum Start der Apple-Entwicklerkonferenz brachte lang erwartetes und sonst nicht viel. Die mit Spannung erwarteten bzw. erhofften Innovationen und neuen Produkte lassen offenbar noch länger auf sich warten. Kein würdiges 25. WWDC-Jubiläum, werden einige meinen.

Neue Mac OS-Version: Yosemite ist dark und praktisch

Die neue Mac OS-Version heißt Yosemite und ähnelt optisch iOS – sehr flach, sehr hell. Erstmals kann aber auch in einen „Dark Mode“ mit abgedunkelten Toolbars gewechselt werden. Die Benachrichtigungen aus dem Notification Center lassen sich neuerdings personalisieren. Die in iCloud Drive – einer Art Apple-Dropbox – gespeicherten Dokumente sind auch über den Finder erreichbar und natürlich auch von mobilen Geräten. Mit iMessage können SMS – und Anrufe! – künftig auch auf Macs und iPads gelesen und beantwortet werden. Das HandsOff-Feature ermöglicht es, zwischen sich in der Nähe befindlichen Geräten hin und her zu wechseln – beispielsweise eine Email auf dem iPhone zu beginnen und auf dem Mac fertig zu stellen und abzuschicken.

Riesen-Mails in der Cloud

Mit der neuen Mail-App lassen sich bis zu 5 GB große Anhänge versenden. Die Dateien werden dazu in der Cloud gespeichert. Für Apple-Suer sieht das dann aus wie ein normaler Mail-Anhang, Nicht-Apple-User erhalten einen Download-Link, über den sie die Anhänge beziehen können.

Super Safari

Die neue Safari-Version wird mit einer neuen Alles-In-Einem-Leiste versehen und super energiesparend sein – beim Netflix-Streamen soll sich die Akkulaufzeit durch die Nutzung von Safari im Vergleich zu anderen Browsern um bis zu 2 Stunden verlängern. Eine neue Tab-Verwaltung soll Multi-Tabbern den Überblick erleichtern und tut dies wahrscheinlich auch. Generell ist Safari – selbstverständlich – besser, schneller und hübscher als sein Vorgänger.

iOS 8: Gesundheit, Widgets, kluges Zuhause und Siri als Musikspezialistin

iOS 8 unterscheidet sich optisch nicht gravierend von der Vorgängerversion. Es wird Widgets, wie Android-User sie bereits zu schätzen wissen, geben, Tastaturen von Drittanbietern können installiert werden. Die Gesundheits-App gibt es tatsächlich – sie trägt aber nicht, wie erwartet, den Namen „Healthbook“, sondern „HealthKit“. Ansonsten kann sie wenig überraschend Aufzeichnungen über Werte wie die Atmung und den Herzschlag eines Users sowie Informationen aus anderen Fitness- und Gesundheits-Apps aufzeichnen, sammeln und weiterverwerten und soll auch im professionellen Bereich – zB von Krankenhäusern – genutzt werden. Auch das HomeKit zum Steuern von diversen Funktionen in Haus oder Wohnung per iPhone oder iPad – wie die Bedienung von Schlössern, Türen, Kameras, Lichtern etc – ist .in iOS 8 integriert. Siri ist in iOS 8 noch ein wenig klüger als sonst und kennt sich auch mit Musik aus – via Shazam erkennt sie Nummern, die sie dann gleich bei iTunes kaufen kann.

Apps, Apps, Apps!

Die Photo-App wird gepimpt, das Bearbeiten vereinfacht und dank Cloud von mehreren Geräten ermöglicht. Apropos App: Neu ist auch die Möglichkeit, Apps in „Bundles“, also Paketen, vergünstigt zu kaufen. „Metal“ beschleunigt grafisch anspruchsvolle Spiele. Die neue Programmiersprache Swift ersetzt Objective-C und soll die einfachere Entwicklung komplexerer Apps ermöglichen.

Und das war’s im Großen und Ganzen auch schon. Das neue Mac OS und iOS gibt es ab jetzt für Entwickler, ab Herbst für alle anderen kostenlos.

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