WAAE World Aids Awarness Expedition Uwe Fischer
Die Bälle waren das Symbol der Expedition und blieben als Botschaft zurück.
 

World Aids Awarness Expedition (2)

Mit dem Mantra „Move the World“ macht Aktivist Joachin Franz auf das Thema AIDS aufmerksam. Sein Trägermedium: eine Weltexpedition.

16.10.2011 Online Redaktion

Leider konnten wir nicht dabei sein, als das Team rund um Aids-Aktivist Joachim Franz (unter anderem mit dabei Fotograf Uwe Fischer) aufbrach, um das Thema Aids wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Mit fünf Pickups (VW Amarok) durchfuhren sie alle Kontinente. Doch Journalist Matthias Huthmacher schickte uns insgesamt drei Berichte, die wir nacheinander an dieser Stelle veröffentlichen werden.

WAAE World Aids Awarness Expedition Uwe Fischer

Es sind meist nur flüchtige Begegnungen, die eine Expedition wie diese erlaubt. Und doch hinterlassen viele davon einen tiefen Eindruck. Die schwer bewaffneten Polizisten, die unseren Tross durch die Unruhegebiete El Salvadors und durch das Kampfgebiet der kolumbianischen FARC-Guerilla eskortieren.

WAAE World Aids Awarness Expedition Uwe Fischer

Das falsche Lächeln der drei Schwarzen, die sich in Simbabwe als Zivilstreife ausgeben, nur um die Reifen eines Amarok zu zerstechen, damit wir bis zum Eintreffen von Verstärkung für einen Raubüberfall aufgehalten werden. Sogar die Schattengesichter der Soldaten aus Burkina Faso haben sich eingeprägt, verbunden mit dem hässlichen Rattern aus einem schweren MG, das keine fünf Meter neben unserem Konvoi das Feuer auf Rebellen eröffnet. Wir sind jedesmal ungeschoren davongekommen, die Gesichter aber bleiben haften.

WAAE World Aids Awarness Expedition Uwe Fischer

Das gilt erst recht für die Kinder. Ob in den Anden oder im Regenwald von Schwarzafrika, ob bei den Massai in Kenia und Tansania, in den staubigen Wüsten des Sudan oder in den endlosen Weiten Russlands – wo auch immer unser Tross halt macht, tauchen als erstes die Kinder auf. Lachend, winkend, neugierig fragend, jubelnd nach einem der verteilten Globus-Wasserbälle heischend. Es sind diese Szenen, die uns alle Strapazen leichter ertragen lassen, die uns verraten, warum wir diese Höllenfahrt auf uns nehmen: Diesen Kindern die Heimsuchung durch HIV/Aids zu ersparen, das ist alle Entbehrungen wert.

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Unvergessen bleibt aber auch der Gesichtsausdruck jener argentinischen Zöllnerin, die am Grenzübergang von Chile in den Höhen der Anden gleich nach unserer Ankunft mit einer Spraydose durch die Halle läuft und sanitären Duft versprüht. Da ist gerade den TDIs unserer Amaroks fast 5000 Meter über dem Meeresspiegel etwas die Luft ausgegangen, wir haben erfolgreich Kopfschmerzen und Übelkeit bekämpft – und dann so etwas! Als wäre ausführliche Körperhygiene auf einem solchen Trip die oberste Bürgerpflicht…

Wer dem Kampf gegen HIV/Aids auch sein Gesicht geben möchte, der tut dies unter der Rubrik „Mach mit“ auf www.waae.de

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