WAAE World Aids Awarness Expedition Afrika Uwe Fischer
So romantisch ist es nicht jeden Tag.
 

World Aids Awarness Expedition (1)

Aktivist Joachin Franz will auf das Thema AIDS aufmerksam machen. Weltweit. Seine Idee: Eine Weltexpedition – die World Aids Awarness Expedition (WAAE).

13.10.2011 Online Redaktion

Leider konnten wir nicht dabei sein, als das Team rund um Aids-Aktivist Joachim Franz (unter anderem mit dabei Fotograf Uwe Fischer) aufbrach, um das Thema Aids wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Mit fünf Pickups (VW Amarok) durchfuhren sie alle Kontinente. Doch Journalist Matthias Huthmacher schickte uns insgesamt drei Berichte, die wir nacheinander an dieser Stelle veröffentlichen werden.

WAAE World Aids Awarness Expedition Afrika Uwe Fischer

Hier kommt Teil eins (mit Bildern aus Afrika):

Die Wasserlöcher werden tiefer. Der Amarok baut eine bedrohliche Bugwelle vor sich auf – die schlammige Brühe flutet bereits bis an die Scheinwerfer. Viel höher darf die Welle jetzt nicht werden, sonst saufen wir ab, gottverlassen irgendwo im nigerianischen Regenwald. Und es gibt kein Entrinnen: Zum Umkehren ist es zu spät und rechts und links der roten Sandpiste wuchert der Dschungel dicht wie eine grüne Wand. Einheimische haben wir schon lange keine mehr gesehen. Also: Immer weiter, nur nicht liegenbleiben!

WAAE World Aids Awarness Expedition Afrika Uwe Fischer

Doch es geht gut. Wie schon hundertmal zuvor. Und wie hundertmal danach. Denn so ist Afrika: Eine Straße wird zur Schlaglochpiste. Schließlich löst sich der Asphalt endgültig auf. Es folgt Schotter. Dann Sand. Oder Lehm. Tiefe Fahrrinnen, Wassergräben, Schlammsuhlen, Kletterpartien über nackten Fels.

Es ist eine seltsame Karawane, die durch die Welt zieht. Fünf bunt beklebte VW Amarok, die sich dank Allradantrieb, Differenzialsperre und Reduktionsgetriebe durch Dick und Dünn wühlen. „Move the World“ lautet das Motto der bislang größten „aids awareness expedition“ des Aids-Aktivisten Joachim Franz. Ein Dutzend Mitstreiter hat der Wolfsburger diesmal um sich versammelt, um dem Kampf gegen HIV/Aids wieder mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

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Und was für ein Vorhaben! Die Expedition zieht ein großes W über die Weltkarte, beginnend im kanadischen Vancouver. Dann geht es die Panamericana hinunter durch den gesamten amerikanischen Doppelkontinent. Es folgt eine kurze Schleife durch Europa, ehe die Route über Westafrika nach Süden führt, durch Ostafrika wieder gen Norden, noch ein Abstecher nach Asien und am Schluss der Punkt hinter dem W in Australien. 55 Länder werden bereist, es sind Runde Tische mit Journalisten sowie Vertretern aus Gesundheitswesen, Politik und Wirtschaft anberaumt.

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110 Tage lang werden die fünf Pickups zur rollenden Heimstatt der Kämpfer gegen Aids. Am Ende haben sie 65.000 Kilometer zurückgelegt. Geschätzte 1001 Wasserdurchfahrten inklusive.

Wer dabei sein will, die Welt zu bewegen, findet alle Infos unter www.waae.de

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