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So schnell & wütend ist „Fast & Furious“

Wissenschaftler analysieren alle 7 „Fast & Furious“-Teile: Trägt die Filmreihe ihren Namen zu Recht?

16.04.2015 Online Redaktion

Seit Anfang April läuft der bereits siebente Teil der „The Fast And The Furious“-Reihe in den Kinos. Von den Filmen kann man halten, was man will – eines kann man ihnen aber ganz bestimmt nicht vorwerfen: dass Sie ihr Publikum mit falschen Versprechungen ins Kino locken.

Bloomberg untersucht alle 809 Minuten „Fast & Furious“

Dass in den „The Fast And The Furious“-Filmen definitiv drin ist, was draufsteht, wurde nun sogar wissenschaftlich bewiesen: der Nachrichtendienst Bloomberg analysierte alle insgesamt 809 Minuten (das sind 13,5 Stunden) der Reihe auf ihren Gewalt- und Geschwindigkeits-Gehalt und kam zu dem Schluss, dass vor allem „Fast & Furious 7“ tatsächlich ziemlich fast und auch einigermaßen furious ist.

49 Minuten „fast“, 33 Minuten „furious“

Von 137 Minuten Laufzeit wird in „Fast & Furious 7“ 49 Minuten lang gefahren und 33 Minuten lang Gewalt ausgeübt. Phasenweise passiert sogar beides gleichzeitig. Bloomberg berücksichtigte bei der Errechnung der Fahrzeit auch jene Szenen, in denen die „Fahrzeug-Action“ nicht expliziert zu sehen ist, aber „von der Story impliziert“ wird. Als Gewalttätigkeit wurden sowohl klassische physische Auseinandersetzungen wie Faustkämpfe, als auch andere Formen der Aggression – wie sich rammende Autos – berücksichtigt.

„Fast & Furious 7“ bis dato am schnellsten und wütenden

Die ersten 6 „The Fast And The Furious“-Filme sind hingegen „etwas weniger schnell“ und „signifikant weniger wütend“ als der aktuelle, siebente Teil, wie die obenstehende Grafik zeigt.

„Tokyo Drift“ ist der friedlichste „Fast & Furious“-Film

Der dritte „The Fast And The Furious“-Film „Tokyo Drift“ hat die zweifelhafte Ehre, der bis dato friedlichste Film der Reihe zu sein. Es könnte etwas mit dem Mangel an Gewalt zu tun haben, dass „Tokyo Drift“ auch der bis dato am wenigsten lukrative Film der Reihe ist. Die Produzenten haben aber daraus gelernt und in die darauffolgenden Teile immer mehr Gewalt einfließen lassen. Paradoxerweise wurde aber auch die Ausdrucksweise in den Filmen „zahmer“: Seit dem fünften Teil mit dem bezeichnenden Namen „Fast & Furious Five“ nahm die Anzahl der verwendeten Kraftausdrücke immer weiter ab.

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© Bild: Bloomberg Business

Lachgas als eigener Charakter

Die Lachgas-Einspritzung für einen kurzen Geschwindigkeits-Boost kommt in den in den „The Fast And The Furious“-Filmen so oft vor, dass sie „beinahe als eigener Charakter“ betrachtet werden kann. Bloomberg analysierte also auch, wie oft Distickstoffmonoxid eingesetzt wird, um die Leistung der Autos kurzfristig zu steigern. Das Ergebnis ist paradox: Obwohl die Hauptcharaktere immer mehr Zeit in ihren Autos verbringen, nimmt die Verwendung von Lachgas ab.

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© Bild: Bloomberg

Immer mehr „Familie“ in „Fast & Furious“

Die Bloomberg-Studie reduziert die „The Fast And The Furious“-Filme aber nicht alleine auf Gewalt und Geschwindigkeit. Ebenso wird festgehalten, dass nicht nur das Thema „Familie“ die Filme immer mehr dominiert – auch das Wort findet in den letzten Teilen ungewöhnlich häufig Verwendung. Grund genug für Bloomberg, auch die „typischen Familienmomente“ wie „ein BBQ veranstalten“ und „Tischgebete“ in den Filmen zu untersuchen. Bis dato ist „Fast & Furious 6“ eindeutig der familienfreundlichste Teil der Reihe.

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© Bild: Bloomberg

„Fast & Furious 7“ spielte alleine am Eröffnungswochenende über 143 Millionen US-Dollar ein. Wenn die Produzenten sich an Erfolgsrezept halten – „The Fast And The Furious“ sukzessive immer schneller und immer wütender zu machen – sind wir schon auf den 8. Teil gespannt.

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