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Winter - wenn nicht auf der Straße, dann zumindest im Autoradio.
 

Winter für die Ohren x 4

Nun ist es also Winter – seit heute offiziell, für 17 schön kalte Wochen. Vier verschiedene musikalische Zugänge zur normalerweise kältesten der vier Jahreszeiten, von denen zur Zerstreuung genau genommen keiner mit Weihnachten zu tun hat.

22.12.2013 Online Redaktion

Wer es wieder einmal nicht geschafft hat, sich im Advent komplett luft- und somit schalldicht von seiner glitzernden, licht-, zucker- und vor allem geräuschbeladen durch die Straßen wabernden Außenwelt abzuschotten, hat für heuer vermutlich kaum mehr Bedarf an einer Extradosis Weihnachtsmusik.

Da trifft es sich gut, dass der vierte Adventsonntag heuer mit dem hochoffiziellen Winterbeginn zusammenfällt. Da dieser ein rein astronomisches Phänomen ist, bildet dieser 22. Dezember eine gute Grundlage für vier grundverschiedene Roadsongs mit dem Titel „Winter“, abseits dem sonst zu dieser Zeit üblichen kollektiven Schwelgen in der Vorfreude auf übermorgen.

Weihnachtssongs gibt es dann zu den Feiertagen – versprochen!

1. Judas Priest – Winter

Zum Einstieg, um die Nebelschwaden aus glühweingetränkten Gehirnen zu vertreiben, ein Klassiker von Judas Priests erstem Album Rocka Rolla (1974). Natürlich hätte sich in dem Zusammenhang mit (Rob) Halfords „Winter Songs“ auch gleich ein ganzes Album angeboten, aber… nein.

2. Antonio Vivaldi – Winter

Perfekt zum Gleiten durch verschneite Landschaften – oder zum Verdrängen, dass man Ende Dezember immer noch zwischen bräunlichem Matsch, Glatteisgefahr und auf den existenziellen Wegen zwischen den Geschäften unvermutet auf die Straße springenden Kaufwütigen im Stau steht, um in 2 Stunden irgendwie einen innerstädtischen Weg von 5 Kilometern zurückzulegen.

Wer sich das nicht beim Autofahren anhört und trotzdem Sitzfleisch beweisen will, kann sich mit Kenneth Angers Kurzfilm Eaux d’Artifice während Vivaldis „Winter“ auch visuell beschäftigen lassen – akustisch zwar ultra-lo-fi, dafür aber mit schön kaltblauen Impressionen von Wasauchimmer.

3. T. Rex – (The Throat Of) Winter

Vom dritten T. – bzw. Tyrannosaurus Rex-Album „Unicorn“ (1969), eine kurze Meditation über das Wesen der kalten Jahreszeit.

Winter, are you but a servant of the bad one?

4. Darlene Love – Winter (Wonderland)

Zugegeben – in der einen oder anderen Versionen reiht sich auch diese Nummer in die Armada von „Klassikern“, denen man im Dezember kaum entkommen kann. Das Album „A Christmas Gift for You from Phil Spector“ (1969) ist sogar voll davon – aber in zuckersüßen Interpretationen diverser 60s-vorzugsweise-Girl-Groups, durch Spectors Wall Of Sound gedrückt.

Das sei auch der erste Hinweis aus der in den kommenden Tagen fortgeführten Serie „Weihnachtsalben, die man noch nicht 1000 Mal gehört hat und auch auflegen kann ohne dass irgendwer das Autoradio/den Plattenspieler/die Stereoanlage zertrümmern will“ – und somit ist auch die Kurve zurück in die letzten Züge des diesjährigen Advents geschafft.

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  • Karlesch

    Winterbeginn ist???
    War gerade Kurzarm einen Berg hinauf – keine
    Spur von Winter.
    Trotzdem Danke für die Info und die Musik..

  • Carlover

    Supa!!! Endlich mal was anderes zu der ueblichen weichnachtsmucke!!!

  • brtrm

    „coole“ auswahl!

  • miezenmutti

    gute Musik, abwechslungsreich wie immer

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