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Opern-Star Placido Domingo ist der hochauflösende Stream nicht ganz geheuer.
 

Wiener Staatsoper mit erstem UHD-Livestream

Noch vor der FIFA startete die Wiener Staatsoper diese Woche einen Livestream im neuen hochauflösenden Format UHD, das eine vierfach höhere Auflösung als HD-Fernsehen hat.

10.05.2014 APA

Die Wiener Staatsoper startete am Mittwoch, dem 7. Mai, mit Giuseppe Verdis „Nabucco“ einen UHD-Livestream. Das Opernhaus ist damit schneller als die FIFA, die das Finale der Fußballweltmeisterschaft erst am 13. Juli weltweit im neuen hochauflösenden Format UHD, das eine vierfach höhere Auflösung als HD-Fernsehen hat, aussenden wird. 

„Wir sind die Ersten in der Welt“

„Wir sind die Ersten in der Welt“, freute sich Staatsopern-Direktor Dominique Meyer bei der Präsentation des Vorhabens am Montag über das neue Offert im seit einem Jahr laufenden Streaming-Angebot des Hauses. Die deutlich klareren Aufnahmen werden seiner Einschätzung nach mittelfristig die Rezeption verändern: „Mit Bildern dieser Schärfe kann der Zuschauer selbst entscheiden, was er sehen will – er braucht den Bildregisseur nicht mehr.“ Für eine Nahaufnahme kann man künftig einfach ins Bild zoomen und sich seinen Lieblingssänger vergrößern. „Ich habe den Kollegen von der Maske gesagt, dass sie jetzt aufpassen müssen“, scherzte Meyer.

Placido Domingo: „Geben Sie uns etwas Abstand“

Genau diese Gedanken beschäftigen auch Opernstar Placido Domingo, welcher der Vorführung beiwohnte. „Geben Sie uns etwas Abstand“, appellierte er an die Zuschauer. Man solle nicht in den Mund der Darsteller hineinzoomen oder auf das verschwitzte Gesicht.

UHD-Kamera liefert Datenmenge von 6 GB pro Sekunde

Möglich wäre das allerdings bei der gebotenen Auflösung. So liefert die UHD-Kamera pro Sekunde eine Datenmenge von 6 GB. Um diese überhaupt in Haushalte liefern zu können, wird sie für die Übertragung komprimiert, erläuterte der Projektverantwortliche Christopher Widauer. Demnach genügt ein Internetzugang mit 12 Mbit/s für den Empfang. Allerdings müssen technikaffine Opernfans einstweilen noch einen Fernseher des Sponsors Samsung besitzen, um das Signal zu decodieren – genauer gesagt ein Gerät, das bereits den HEVC-Standard 2014 unterstützt.

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