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Wie funktionieren Internetsperren?

Meist wird eine DNS-Sperre eingesetzt.

07.03.2014 APA

Berlin. Internetsperren sorgen immer wieder für heftige Diskussionen. Staaten wie China oder der Iran schränken den Zugang zum Internet für ihre Bürger massiv ein. Zum Blockieren von Websites wird meist eine sogenannte DNS-Sperre eingesetzt. DNS steht für „Domain Name System“. Das ist sozusagen das Adressbuch des Internets. Mithilfe von DNS wird der Name einer Website in die technische Adresse übersetzt.

DNS-Sperre

Das ist eine Zahlenkombination, genannt IP-Adresse (z.B. 208.80.154.224). Bei einer DNS-Sperre wird diese Übersetzung verhindert beziehungsweise der Seitenaufruf auf einen anderen Server umgeleitet.

Ausweichen über anderen DNS-Server

Eine Sperre durch die DNS-Manipulation lässt sich relativ leicht umgehen. So können die Anwender auf einen anderen DNS-Server ausweichen, der nicht manipuliert wurde. Über VPN-Zugänge oder Anonymisierungsdienste wie TOR können Nutzer ihren Standort verbergen. „Dann wählt man sich praktisch nicht aus der Türkei ein, sondern aus einem anderen Land“, erklärt Sandro Gaycken vom Institut für Informatik der Freien Universität Berlin. So können die Seiten trotzdem aufgerufen werden. Diese Schleichwege ins Netz kennen allerdings oft nur technisch versierte Menschen. „Für Laien ist das nicht ohneweiteres machbar.“

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