WhatsApp-Mitbegründer Jan Koum: "Unsere grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern"
 

WhatsApp plant Anruf-Funktion

WhatsApp-Mitbegründer Jan Koum kündigte an, der Messaging-Dienst werde bis Ende des Jahres eine Sprachfunktion bekommen – ansonsten soll sich aber nichts ändern

24.02.2014 APA

WhatsApp-Nutzer soll bis Ende 2014 eine Sprachfunktion bekommen. Das kündigte der WhatsApp-Mitgründer Jan Koum am Montag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona an. Ansonsten soll sich nach dem Verkauf an Facebook für insgesamt 19 Mrd. Dollar (13,86 Mrd. Euro) aber nichts ändern: „Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern“, so Koum.

WhatsApp soll weiter unabhängig arbeiten

„Letzte Woche habe ich eine Facebook-Freundschaftsanfrage angenommen“, scherzte Koum. Er betonte, dass WhatsApp weiterhin unabhängig arbeiten werde. „Die Partnerschaft von Mark (Zuckerberg) und mir wäre nicht zustande gekommen, wenn wir uns nicht bei der Vision für das Produkt einig wären“, sagte er. Die App solle einfach gestaltet bleiben.

WhatsApp-Mitbegründer zerstreut Datenschutz-Bedenken

Sorgen um den Schutz von Nutzerdaten versuchte Koum zu zerstreuen. „Als Firma wollen wir so wenig wie möglich über unsere Nutzer wissen“, wiederholte er frühere Beteuerungen. Auf die Frage, was Facebook von dem Kauf habe, verwies Koum auf die hohen Nutzerzahlen von WhatsApp. Der Dienst habe inzwischen 465 Millionen Nutzer pro Monat. Vergangene Woche war noch von rund 450 Millionen die Rede. „Unser Ziel ist es, dass jeder Smartphonekunde WhatsApp nutzt.“ Die Anzahl der Nutzer aus Indien, Brasilien und Russland nehme derzeit stark zu.

Eine Milliarde WhatsApp-User bis 2015

Nächstes Etappenziel ist Koum zufolge die Marke von einer Milliarde, die nächste Jahr geknackt werden soll. „Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Menschen einfach kommunizieren können, egal wo sie sind“, sagte Koum. Dazu solle auch die neue Telefonfunktion dienen. Mit der Sprachfunktion macht WhatsApp etablieren Telekomkonzernen und Online-Diensten wie Skype Konkurrenz. In Deutschland soll es ein Mobilfunkangebot in Zusammenarbeit mit E-Plus geben, sagte Koum.

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