Wer braucht schon R2-D2, wenn er ein Smartphone hat?

In Zukunft sollen einfache Smartphone-Displays Star Wars-ähnliche Hologramme erzeugen können.

04.03.2015 Online Redaktion

Wie nützlich Hologramme sein können, zeigt schon der erste (nein, nicht der dritte!) Star Wars-Film. R2-D2 spielt eine Botschaft ab, bei der Prinzessin Leia als Hologramm in den Raum projiziert wird und Obi-Wan Kenobi um Hilfe bittet. Bald soll man dafür keinen Droid mehr brauchen, sondern Hologramme einfach mit dem Smartphone erzeugen können. Das Unternehmen, das die dafür erforderliche Technologie entwickelt, nennt sich nicht zufällig „Leia“. Mit einem Video hat das Startup auf sich aufmerksam gemacht:

„Leia“ präsentiert seine Hologramm-Displays beim heurigen Mobile World Congress, der von 1. bis 5. März in Barcelona stattfindet. Bald soll dann bereits ein weiteres Produkt der Firma auf den Mark kommen: Ein knapp über 5 mal 5 Zentimeter großes Display-Modul, das in der Lage ist, 3D-Bilder und -Videos zu produzieren, die aus 64 Blickwinkeln ohne spezielle Brillen oder sonstige Hilfsmittel sichtbar sein sollen.

Dem Licht den Weg leiten

Dieses „Holomodul“ wie auch das Hologramm-Smartphone-Display bedienen sich einer Erfindung von David Fattal. Der Forscher, der noch bis vor kurzem bei Hewlett Packard an einer Technologie zum Informationsaustausch mittels Licht gearbeitet hat, entwickelte eine Methode, um den Weg, den das Licht im Nanobereich nimmt, zu kontrollieren. So lässt sich das Licht an vorgegebene Richtungen im Raum lenken, was die Basis für Hologramm-Displays sein könnte.

Leia am LCD

Die Idee, Hologramme zu produzieren, ist nicht neu. Andere Technologien bedienen sich aber aufwändigen Konstruktionen. Die Innovation, die „Leia“ verspricht, ist, dass zukünftig ein „einfaches“ LCD-Display dafür ausreichen soll – und dass die Technologie somit massentauglich wird.

…was die Zukunft bringt

Ein rundum-Hologramm wie Prinzessin Leias Videobotschaft in Star Wars – A New Hope kann von den Smartphone-Displays freilich auch mit der neuen Technologie nicht erzeugt werden. Fattal ist aber überzeugt, dass seine neue Erfindung den Weg für weitere Innovationen in nicht allzu ferner Zukunft bereitet.

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