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Verzögerte Lieferungen: Amazon will Druck auf Partner ausüben

Einem Bericht zufolge will Amazon mit verzögerten Auslieferungen von eigentlich problemlos verfügbaren E-Books höhere Rabatte von Geschäftspartnern erzwingen.

16.05.2014 APA

Der Online-Versandhändler Amazon will einem Bericht der „FAZ“ zufolge mit verzögerten Auslieferungen höhere Rabatte von Geschäftspartnern erzwingen. Um bei den Verhandlungen Druck auszuüben, würden seit Anfang Mai zahlreiche Titel von zum Konzern gehörenden Verlagen nur mit Verzögerung ausgeliefert, obwohl die jeweiligen Artikel problemlos vorrätig wären.

Amazon will Rabatte für E-Books von bisher 30 Prozent auf 40 bis 50 Prozent erhöhen

Amazon fordere von dem schwedischen Konzern Bonnier, zu dem bekannte deutsche Verlage wie Ullstein, Piper oder Carlsen gehören, höhere Rabatte bei der Belieferung mit E-Books, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom Freitag. Gegenüber Bonnier habe der Internet-Händler bestätigt, dass die längeren Lieferzeiten in Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen stünden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Ullstein-Verlegerin Siv Bublitz. In den Verhandlungen wolle Amazon die Rabatte für E-Books von bisher 30 Prozent auf 40 bis 50 Prozent erhöhen, berichtet das Blatt weiter. Amazon selbst wollte sich zu den in der „FAZ“ geäußerten Vorwürfen am Freitag nicht äußern.

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