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Japanische Forscher erfinden durchsichtiges Auto

Das transparente Auto soll tote Winkel komplett eliminieren.

05.11.2014 Online Redaktion

Die transparente Motorhaube reicht nicht – geht es nach den japanischen Forschern Susumu Tachi, Masahiko Inami und Yuji Uema, wird das Auto der Zukunft zur Gänze transparent. Durch das „unsichtbar“ machen von Türen, Sitzen, etc., sollen tote Winkel mit dem transparenten Auto der Vergangenheit angehören.

Kameras filmen Umgebung

Das transparente Auto ist aber nicht wirklich durchsichtig – vielmehr handelt es sich dabei um den geschickten Einsatz von Kameras, die die Umgebung des Autos filmen und in den Innenraum projizieren. Dieser ist mit einem Material ausgekleidet, das als Leinwand dienen kann. Um trotz der Unebenheiten und variierenden Kopfpositions des Fahrers stets ein nicht verzerrtes, realitätsgetreues Bild darstellen zu können, haben die Wissenschaftler ein spezielles System entwickelt, bei dem der Projektor am Boden angebracht wird und das Bild, das beispielsweise von der Heckkamera aufgenommen wird, über einen schrägen, halbdurchlässigen Spiegel auf die Rückbank projiziert wird. Der Fahrer betrachtet das Bild durch den Halbspiegel.

Extrem helles Bild

Durch spezielle Glasperlen auf der Oberfläche wird das Bild 100 Mal heller dargestellt als bei einem herkömmlichen Projektor. Dieses System nennt sich Retroreflective Projection Technology (RTP) und könnte – unter recht unwahrscheinlichen Voraussetzungen – auch dazu eingesetzt werden, Personen verschwinden zu lassen.

Illustration: James Provost

Illustration: James Provost

Zu Testzwecken haben die Wissenschaftler einen Toyota Prius mit ihrem RPT ausgestattet. Wie es funktioniert, zeigt dieses kurze Video:

Die Technologie ist noch weit von der Marktreife entfernt. Den Entwicklern zufolge zeigt die Autoindustrie aber bereits jetzt großes Interesse an der Möglichkeit, ein Fahrzeug durchsichtig werden zu lassen.

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