Bild des Anstoßes: Blocks Mustang vor dem Cenotaph
 

(Erster) „Skandal“ um Top Gear neu

Noch vor der Ausstrahlung der ersten Folge gelang es „Top Gear neu“, die Regierung zu verärgern – Aufnahmen vor Kriegsdenkmal dürfen nicht gesendet werden

16.03.2016 Online Redaktion

Leute, Politiker oder sogar ganze Länder zu verärgern, war stets Jeremy Clarksons Spezialgebiet. Doch auch die Neuauflage der ehemals beliebtesten Autosendung der Welt ohne Clarkson, Hammond und May brachte es bereits fertig, heftige Kritik einzufahren – und das, noch bevor die erste Sendung ausgestrahlt wurde.

Ken Blocks Mustang in London

Aber von Anfang an. Am Wochenende heizten Schauspieler und Neo-Top Gear-Host Matt LeBlanc und Gymkhana-Pilot Ken Block in einem Mustang durch London. Für diese Aktion hatte das Team zuvor eine Genehmigung eingeholt, die Anwohner wurden zeitnah in einem Schreiben darüber informiert, dass während der Dreharbeiten mit einer erhöhten Lärmbelastung zu rechnen sei. Es ist also alles ganz vorschriftsmäßig verlaufen, möchte man meinen – wäre da nicht dieses Kriegsdenkmal.

Donuts vor Kriegsdenkmal erzürnten Stadtrat

Wie die BBC berichtet, schlug dem Top Gear-Team heftige Kritik entgegen, da LeBlanc und Block bei den Dreharbeiten dem „Cenotaph“, einem Kriegsdenkmal im Zentrum London, zu nahe gekommen waren – und das mit qualmenden Reifen. Vom Stadtrat von Westminster war das als große Respektlosigkeit ausgelegt worden. Ein Sprecher brachte den Sendungsverantwortlichen gegenüber seine „Enttäuschung zum Ausdruck“: „Was das Top Gear-Team an diesem Tag getan hat, entspricht nicht unserer Vereinbarung während dem Planungsprozess. Zu keinem Zeitpunkt informierte die BBC den Stadtrat von Westminster darüber, dass das Auto irgendetwas anderes tun würde als die Whitehall entlang zu fahren. Es gab keine Diskussion über Burnouts und einen Doughnut, und dafür wäre auch keine Erlaubnis erteilt worden.“

Diese Aktion sorgte für Empörung

Evans entschuldigte sich

Dass eine Aktion von Top Gear als Provokation oder Respektlosigkeit aufgefasst wird, ist dem geneigten Fan nichts neues. Neu ist aber, dass sich der Moderator für die angeblichen „Entgleisungen“ demütig entschuldigt. Chris Evans betonte, er und die restliche Crew würden sich schämen: „[Die Bilder] sehen völlig respektlos aus, was natürlich niemals die Intention von Top Gear oder Matt [LeBlanc] gewesen ist“, so der 50-jährige. Die BBC werde das betreffende Filmmaterial selbstverständlich nicht senden.

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  • Hehl

    Es hätte sich auch noch ein Asylant erschrecken können

    • Arglist

      Halt einfach mal die Fresse….

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