Mhh, süße Erdbeeren.. aber huch, was ist das?!
 

Musisches Monster

Thee Oh Sees aus San Francisco machen psychedelischen Garagenpop mit monströs melancholischen Unter-, Ober- und Zwischentönen.

03.07.2013 Online Redaktion

Es ist immer das gleiche mit diesen Ungeheuern – sie rennen herum und fressen Menschen. Um diesem Problem beizukommen, gibt es mannigfaltige Möglichkeiten: Man könnte das Ungeheuer jagen, unschädlich machen, oder aber auch in ein Labyrinth einsperren. Das ist ja auch viel einfacher zu bauen als ein Käfig. Und ja, es geht um den Minotaurus. Zumindest die Überleitung zu den Oh Sees gelingt damit problemlos: Deren Musik ist nämlich beizeiten verschachtelter als das gemeinste Labyrinth.

Thee Oh Sees, so der volle Name der kalifornischen Band, ist wegen des Theetels in ganzen Sätzen nur schwer zu handhaben. Also nicht darüber sprechen, sondern hören: Den Abschlusstrack des im April diesen Jahres releasten Albums „Floating Coffin“ zum Beispiel. „Minotaur“ (Zufall?) ist leicht und schwer und zauberhaft zugleich. Wie das Leben mit einem Stierschädel eben. Und lässt zweifeln: Sind Ungeheuer nicht vielleicht auch nur Menschen, die nicht zur Arbeit gehen wollen?

Thee Oh Sees gastieren übrigens am 24. Juli im Wiener Chelsea. Für läppische 15 Lappen ist man dabei. Wenn man den Weg findet.

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