Ein buddistischer Mönch mit iPad
Tablets und Smartphones verdrängen den PC.
 

Tablets und Smartphones verdrängen den Computer immer mehr

Der PC-Markt leidet. Hauptverantwortlich für das schlechte Ergebnis und die düstere Prognose: Verbraucher und Unternehmen greifen immer häufiger zu Smartphones und Tablets.

05.03.2014 APA

Der PC-Markt wird nach seinem Einbruch im Jahr 2013 auch heuer deutlich schrumpfen. Marktforscher von IDC rechnen mit einem Minus von 6,1 Prozent. Die Talfahrt werde sich danach abbremsen, aber mindestens bis ins Jahr 2018 weitergehen, prognostizierte IDC am Dienstag. Hauptverantwortlich für das schlechte Ergebnis und die düstere Prognose: Verbraucher und Unternehmen greifen immer häufiger zu Smartphones und Tablets.

Düstere Prognose

Damit fehlen den betroffenen Herstellern erhebliche Stückzahlen: 2012 wurden noch knapp 350 Millionen PC verkauft. In diesem Jahr werden es nach IDC-Prognose nur noch knapp 296 Millionen Geräte sein. Im kommenden Jahr werde sich der Rückgang auf 0,8 Prozent verlangsamen, schätzen die Marktforscher. Allerdings dachten sie zuvor auch schon, die Talsohle könnte schon 2014 durchschritten werden. Für 2018 rechnen sie jetzt mit knapp 292 Millionen verkauften Personal Computern.

Tablets und Smartphones auch in Entwicklungsländern voran

Grund für die Verschlechterung der Prognose sei das schwächer als erwartet laufende Geschäft in Entwicklungsländer, erklärte IDC. Auch dort breiten sich vor allem günstige Smartphones und Tablets schneller als erwartet aus und sind für viele Menschen ihr erstes Computer-Gerät. Bis jetzt sind nur rund zwei Drittel der Weltbevölkerung online. In den kommenden Jahren dürften mehrere Milliarden neuer Internet-Nutzer hinzukommen.

Mini-Nootbooks wurden schon verdrängt

Die Ausbreitung der Smartphones und Tablets radierte in den vergangenen Jahren die einst populäre Geräteklasse der Mini-Notebooks praktisch aus. Daher verbuchten die Hersteller wie Asus und Acer, die stark auf diese „Netbooks“ gesetzt hatten, international die stärksten Absatzeinbrüche. Die Branche versucht, in der neuen Welt Fuß zu fassen: So prescht der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo massiv ins Geschäft mit mobilen Geräten vor und kauft gerade Google den Handy-Pionier Motorola ab.

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