Dr. Vladlen Shvedov und Dr. Cyril Hnatovsky mit ihrem Traktorstrahl.
 

Star Trek, die Zweite: Traktorstrahl wird Wirklichkeit

Forscher der australischen Nationaluniversität in Canberra erfanden einen Laser, der Objekte anziehen oder wegschieben kann.

22.10.2014 Online Redaktion

Der Moderator, der Audis selbstfahrenden RS 7 als „Star Trek“(-Technologie) bezeichnet hat, wird Augen machen: Mit der Erfindung eines Traktorstrahls wurde tatsächlich ein Stück Star Trek Wirklichkeit. Forscher der australischen Nationaluniversität in Canberra präsentierten in der Fachzeitschrift nature photonics eine Technologie, mit der Objekte – wie mit dem Traktorstrahl aus Gene Roddenberrys Universum – angezogen oder weggeschoben werden können. Freilich ist die neue Technologie noch nicht so ausgereift, dass sie in Raumschiffen eingesetzt werden könnte – in einer Laser-Röhrer klappt es aber bereits.

Röhrenförmiger Laser

Der australische Traktorstrahl ist ein röhrenförmiger Laser, der hohle, mit Gold beschichtete Glaskörper im Inneren der Röhre anziehen und wegschieben kann. Das funktioniert, in dem ein Teil des betreffenden Glaskörpers erwärmt wird. Die Wärme bewegt die umliegenden Luftteilchen. Dadurch entsteht ein Rückstoß, der den Glaskörper in Bewegung versetzt, so Golem. Die Richtung oder Geschwindigkeit ändert sich, je nach dem, welche Stelle erhitzt wird, wie Dr. Cyril Hnatovsky erklärt. Das ist durch unterschiedliche Polarisierung möglich: „Wir haben eine Technik entwickelt, die unübliche Polarisierungsstadien im Donut-förmigen Laser kreieren kann – beispielsweise sternen- oder ringförmige Polarisierungen.“

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Der Traktorstrahl-Prototyp soll beispielsweise eingesetzt werden, um Proben gefährlicher Substanzen zu nehmen. Auch an weiteren Einsatzmöglichkeiten – wie dem Schwächen klingonischer Disruptoren – mangelt es bestimmt nicht.

 

 

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