Bloomsday Schniblo Talk like a pirate Towelsday Pi Tag Kosmonaut Korruption
 

Was wir feiern…

… und was nicht. Der Kalender jenseits von Weihnachten und co.

26.09.2012 Online Redaktion

14. März – Schniblo-Tag
Schniblo steht für Schnitzel-und-Blowjob-Tag. An einem Tag im Jahr rotten sich Männer in den sozialen Netzwerken zusammen und machen anzügliche Witze über Essen und Oralverkehr – wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen hat, ganz genderpolitisch unkorrekt, ein Schnitzel auf und die Frau unter dem Tisch zu sein. Gott sei Dank ist das, nach meinem Verständnis nicht ganz so ernst gemeint. Der Schniblo-Tag soll wohl als Gegenbewegung zum Valentinstag verstanden werden. Wurde dieser von der Blumen- Pralinen-Industrie erfunden, dürfte der Schniblo-Tag auf Fleisch- und Zahnpasta-Lobbyisten zurückzuführen sein.

14. März – Welt Pi-Tag
Weil mir der Schniblo-Tag dann doch zu blöd ist, biete ich hiermit eine Alternative an. Den „Welt Pi-Tag“. Das Datum geht auf die Zahl selbst zurück – 3,14 (gerundet). Wer es ernst meint feiert um 1:59 und 26 Sekunden (ist aber auch noch gerundet). Gefeiert wird indem Pi-Liebhaber zusammen runden Kuchen verspeisen – weil man Pi im englischen wie pie (also Kuchen) ausspricht.

12. April – Tag der Kosmonauten
Ursprünglich war der 12. April ein Tag, der vor allem in Russland gefeiert wurde, um den ersten bemannten Flug ins Weltall zu zelebrieren. Das war 1961, Juri Gagarin brauste in der Wostok 1 aus der Atmosphäre. 2011 wurde der 12. April zum „Internationalen Tag der bemannten Raumfahrt“ gemacht. Was Juri Gagarin meiner Meinung nach nicht mehr gerecht wird. Also: hebt an diesem Tag eure Wodka- nicht eure Cola-Gläser.

25. Mai – Towel Day
Ein Gedenktag für Douglas Adams, dem Autoren von „Per Anhalter durch die Galaxis“. In seinen Büchern gibt es für einen Weltraumreisenden nichts Nützlicheres als ein Handtuch. Es kann als Decke und Nahkampfwaffe gleichermaßen dienen. Wer den Towel Day feiern und Adams ehren will, trägt am 25. Mai den ganzen Tag ein Handtuch bei sich. Das Datum ist übrigens frei erfunden. Douglas Adams starb am 11. Mai 2001. Zwei Wochen später wurde der erste Towel Day zelebriert. Einerseits wollten Fans möglichst bald ihr Idol ehren, andererseits brauchte man zwei Wochen Zeit um den Brauch bekannt zu machen.

16. Juni – Bloomsday
„Das war der Tag als ich einen Mann aus Jim gemacht habe“, gibt Nora gerne zu Protokoll. Nora war die Frau des Schriftstellers James Joyce. Am 16. Juni 1904 sind sie zum ersten Mal zusammen ausgegangen. Darum wählte Joyce diesen Tag auch für seinen Roman Ulysses. In dem Roman wird ein Tag im Leben von Leopold Bloom in Dublin geschildert. Fans lassen das Meisterwerk aufleben, indem sie die Orte besuchen und Dinge tun, die im Buch vorkommen. „Sich am Strand von Sandymount unanständigen Dingen hingeben“ oder „in Butter gebratene Schweineniere zum Frühstück essen“. Im Lokal „Davy Byrne´s“ gibt es ausschließlich am Bloomsday das im Buch verzehrte Menu „Gorgonzolabrot und ein Glas Burgunder“. Endlich etwas Literatur. Auch wenn Reistagebücher in der Medizin mittlerweile das Narkotikum ablösen. Auch bei Operationen am offenen Herzen.

19. September – Talk-like-a-pirate-day
Jeder Satz muss mit einem „Arrr“ beendet werden. Auch kann es nicht schaden „steuerbord“ statt „rechts“ und „Landratte“ statt „Trottel“ zu sagen. Außerdem sollte man wenigstens eine Augenklappe tragen. Mark Summers und John Baur haben diesen Tag erfunden um das „Goldene Zeitalter der Piraterie“ zu feiern – oder das, was Hollywood daraus gemacht hat. Die Pastafarians bekehren an diesem Tag neue Mitglieder.

1. Oktober – Welttag der Vegetarier und der Musik
Der Tag sei erwähnt, damit jeder weiß, wann er zu Hause bleiben sollte. Die Gefahr Jack Johnson zu begegnen ist einfach zu groß.

9. Dezember – Welt-Anti-Korruptionstag
Feiern, bevor der Tag von SPÖ und ÖVP abgedreht wird, während die Netzanarchisten nach Schnitzeln samt Blowjobs, Nudelsieb auf dem Kopf (Pastafarians) und Handtuch auf dem Arm rufen.

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