Noch kein Schweinswurf, sondern ein Teilnehmer der Sydney Royal Easter Show. © Bild: Ian Waldie/Getty Images
Noch kein Schweinswurf, sondern ein Teilnehmer der Sydney Royal Easter Show. © Bild: Ian Waldie/Getty Images
 

„Schweinwerfer“ – Partei macht gegen neue Sportart mobil

Wenn die Realität die Satire einholt…

07.11.2014 Online Redaktion

Von wegen Schwein gehabt! Das Schwein hat es nicht einfach. Kulinarisch beachtet durch Schweinsbraten, Schweinsschnitzel & Co. Verachtet durch Schimpfwörter wie Schweinehund und Schlimmeres. Folgt jetzt der Aufstieg in den sportlichen Olymp?

Aber alles nach der Reihe

Der 30. Oktober 2014 wird in die Gesichtsbücher eingehen. Streng genommen ist er das schon. Es war ein Donnerstag, am nächsten Tag feierte der Weltspartag seinen 90. Geburtstag. Anna Fenninger wird Sportlerin des Jahres, David Alaba gewinnt die Wahl in der Herrenkategorie, der Skiverband ist traurig bis erzürnt. Das Endergebnis der bolivianischen Wahl steht fest. Evo Morales hat eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erzielt. Und in der österreichischen Politik wird gegen die „Schweinwerfer“ vorgegangen. Der Standard und Die Tagespresse berichteten.

In Los Angeles findet bereits das Schweinerennen im Schweinsgalopp statt. © Bild: JOE KLAMAR/AFP/Getty Images

In Los Angeles findet bereits das Schweinerennen im Schweinsgalopp statt. © Bild: JOE KLAMAR/AFP/Getty Images

Die APA-Meldung im Wortlaut:

Das Team Stronach widmet sich dem Thema Verkehr: Bei der letzten Plenarsitzung vergangene Woche hat die Partei einen Antrag eingebracht, der sich gegen „Schweinwerfer“ wendet: Im Kraftfahrgesetz möge das Wort „Schweinwerfer“ durch „Scheinwerfer“ ersetzt werden, so das Begehr.

In §14 des Gesetzes heißt es unter dem Titel „Scheinwerfer, Leuchten und Rückstrahler für Kraftwagen“ u.a.: „Kraftwagen, deren Länge 6 m übersteigt, müssen an beiden Längsseiten mit Rückstrahlern ausgerüstet sein, mit denen im Licht eines Schweinwerfers gelbrotes Licht quer zur Längsmittelebene des Fahrzeuges rückgestrahlt werden kann (gelbrote Rückstrahler).“ Abgesehen von diesem einen Mal kommt in der aktuellen Fassung sonst stets das Wort „Scheinwerfer“ zur Anwendung.

Damit begründen Antragsteller Christoph Hagen und seine Kollegen ihren Vorstoß auch: „Da davon ausgegangen werden kann, dass im KFG 1976 Scheinwerfer anstatt Schweinwerfer gemeint sein sollten, dient dieser Antrag einer redaktionellen Klarstellung“, heißt es im Antrag.

Der Antrag wurde dem Verkehrsausschuss zugewiesen, die Abgeordneten können sich dort frühestens beim nächsten Termin am 5. November mit den sprachlichen Besonderheiten des Kraftfahrgesetzes auseinandersetzen. Das Team Stronach rechnet mit breiter Zustimmung, hieß es am Donnerstag aus der Fraktion gegenüber der APA.

Wir bleiben dran, versprochen!

Beim Verfassen dieses Artikels kamen keine Tiere zu schaden

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