Samaris
Zarte, melancholische Musik, in dieser Form ungekannt: Samaris aus Island.
 

Samaris – Aus den Fesseln des Stereotypen

Samaris. Ideal für: Lange Geraden oder melancholische Kurven, Hauptsache dem Sonnenaufgang entgegen.

19.08.2013 Online Redaktion

Wie Morgennebel kräuselt sich das Klarinettenspiel in den Felstexturen, wie ein zarter, bronzefarbener Schleier legen sich die zarten Stimmen von Áslaug Rún Magnúsdóttir und Jófríður Ákadóttir über die karge, düstere Basslandschaft, die sich abschnittsweise nur bruchstückhaft erahnen lässt im Licht der Mystik. Willkommen in Island, im Island der Stereotype vielleicht, aber ein Land der Mythen, der Finsternis, der Sagen, der rauen Ursprünglichkeit ergänzt sich wie selbstverständlich mit dieser Musik. Samaris klingt neu, zarte Anleihen an Björk vielleicht hie und da (auch im Outfit), oder an First Aid Kid, oder an Air, aber nein, da vermengt sich schon der Morgennebel mit dem Bronzeschleier und nimmt eine neue Kurve, ungehört, unerwartet, wie selbstverständlich. Nach The XX die nächste großartige Nachwuchs-Entdeckung.

Das Debut-Album von Samaris: Zu erstehen direkt beim Label

Das Debut-Album von Samaris (kreativer Titel: Samaris) ist bei uns noch gar nicht erhältlich, Titel wie Viltu Vitrast geistern aber schon auf FM4 herum. Allein für dieses kosmopolitische Moment rentiert sich bisweilen die GIS-Radiogebühr. Am besten ersteht man die CD direkt beim britischen Label One Little Indian Records, nach Österreich kommt sie für rund 14,- Euro (inkl. Versand und Wechselgebühr). Die zehn Tage Wartezeit ist das Album allemal wert.

Samaris

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