Autorock
 

Rock im Auto

Oder: Wie man braven Autos ein bissl verruchtes Image umhängt.

08.04.2010 Autorevue Magazin

Man muss heute ja vorsichtig sein in der Werbung. Das mit dem Erzeugen von Begehrlichkeiten würde ja auch mit hübschen Mädels funktionieren, aber da hat man(n) ja gleich Feministinnen am Hals, und sowieso und überhaupt – wie soll denn damit die Damenwelt angesprochen werden. Darum: Rock’n’Roll. Der ist per se unisex, sündhaft und daher immer im Trend. Deshalb hat VW 2006 im Rahmen einer Werbeaktion jedem Kunden gleich eine Stromgitarre mitgegeben, die sich durch einen eingebauten Preamp gleich mit dem AUX-Anschluss des Autos verbinden ließ. Die Werbespots dazu sind welche der guten Sorte, die trotz aller Klischees auf der geschmackssicheren Seite sind. John Mayer benutzt die Beetle-Türe als Wah-Wah- und Slide-Effekt, Slash hat anstelle seiner Marshall-Türme nun zwei Golf-Racks hinter sich stehen – und Christopher Guest von der Jux-Partie „Spinal Tap“ fasst gar nicht, dass sein neuer Gitarrenamp auch Airbags hat, bevor er rücklings das Jetta-Dach verlässt.

Mehr zum Thema
pixel