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Roboter-Revolution in Japan

„Ms. Aiko Chihara“ ist ein „intelligenter, sozialer Roboter“

10.10.2014 APA

Auf der Ceatec in Chiba östlich von Tokio kündigte der japanische Technologiekonzern Toshiba nach der Konkurrenz zu Googles Glass auch an, in das Geschäft mit menschenähnlichen Robotern einzusteigen. Der Konzern präsentierte den Prototypen eines Humanoiden, der nicht nur wie ein Mensch aussieht und sprechen kann, sondern der Hände und Arme bewegt und eine japanische Zeichensprache beherrscht. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio will Toshiba den Humanoiden als „intelligenten sozialen Roboter“ serienreif haben.

Ms. Aiko Chihara

Der Roboter in Gestalt einer jungen Frau („Ms. Aiko Chihara“) soll unter anderem zur Betreuung der Besucher der Olympischen Spiele eingesetzt werden. Denkbar sei später auch ein Einsatz in der Alten-und Krankenpflege. Der auf der Ceatec präsentierte Prototyp konnte noch nicht richtig kommunizieren, sondern spulte eine Demoschleife aus Gesichts- und Handbewegungen ab und sprach dabei vorproduzierte Texte.

Roboter-Revolution

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte sich vor einem Monat für die „Verwirklichung einer Roboter-Revolution“ stark gemacht. Ziel seiner neuen Wachstumsstrategie ist es, den Markt für Industrieroboter bis 2020 auf 1,2 Billionen Yen (8,8 Mrd. Euro) zu verdoppeln. Der Markt für Dienstleistungsroboter soll im gleichen Zeitraum um das 20-fache auf ebenfalls 1,2 Billionen Yen wachsen. Auf diese Weise sollen Roboter zu einem wichtigen Antriebsmotor für die Belebung der Wirtschaft des Landes werden.

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