Ein 3D Drucker
3D Drucker die Essen formen. Science-Fiction? Nein!
 

Pasta und Pizza aus dem 3D-Drucker

Der italienische Nudelhersteller Barilla forscht gemeinsam mit Ingenieuren der Technischen Universität Eindhoven an 3D-Druckern, die Pasta und Pizza herstellen können.

27.02.2014 Online Redaktion

3D-Drucker formen vorwiegend mit Materialien aus Kunststoff oder Metall die gewünschten Gegenstände. Seit zwei Jahren forschen der italienische Nudelkonzern Barilla und Ingenieure der Technischen Universität Eindhoven an einem 3D-Drucker, der auf Knopfdruck Pizza und Pasta herstellt. Was nach Science-Fiction klingt soll noch 2014 Wirklichkeit werden.

Pasta per 3D-Drucker

„Wir haben inzwischen einige sehr weit entwickelte Lebensmittel-Drucker im 3D-Format in unseren Labors stehen“, sagte Entwickler Kjeld van Bommel der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). Ob Penne, Spiralli oder Girandoli, der Drucker soll die verschiedensten Pastaformen herstellen können.

Restaurants als Zielgruppe

Barilla will den 3D-Drucker vorrangig an Restaurants liefern, die damit die Teigwaren vor Ort drucken können. Der Prototyp des 3D-Lebensmitteldruckers soll alle zwei Minuten rund 15-20 Nudeln ausspucken. Noch haben die Forscher der Technischen Universität diese Geschwindigkeit noch nicht erreicht, sie habe sich jedoch in den vergangenen beiden Jahren verzehnfacht. Restaurant-Gäste können ihre selbst designte Pasta auf einem USB-Stick ins Restaurant mitbringen und bekommen sie dann in wenigen Minuten frisch auf den Teller serviert.

3D-Lebensmitteldrucker bald massenkompatibel

Laut van Bommel testeten die Forscher bereits mehrere 3D-Drucker in Restaurants in Eindhoven. Auch wenn 3D-Lebensmitteldrucker noch in der Entwicklungsphase stecken, erwarten die Ingenieure, dass die Drucker irgendwann ein Gerät für die breite Masse werden. Genforscher arbeiten seit längeren an künstlich hergestellten Lebensmitteln und wollen mit 3D-Druckern die Ernährung der Weltbevölkerung sicherstellen.

Academia Barilla

Der weltgrößte Nudelhersteller will in Zukunft auch in der Gastronomie punkten. 2013 wurde in New York ein „Academia Barilla“-Restaurant eröffnet, wo primär Pasta-Gerichte angeboten werden. 2011 setzten die Italiener vier Milliarden Euro um und erzielten einen Nettogewinn von 76 Millionen Euro.

Vielen Dank an die Kollegen von Format.at

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