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Noriega kommt in einem Computerspiel vor, ohne dies genehmigt zu haben.
 

Panamas Ex-Diktator klagt Activision Blizzard

Manuel Antonio Noriega klagt die US- Computer- und Videospielfirma wegen der unerlaubten Verwendung seines Namens in „Call Of Duty: Black Ops II“

18.07.2014 APA

Panamas Ex-Diktator Manuel Antonio Noriega hat laut Medienberichten Klage gegen die amerikanische Computer- und Videospielfirma Activision wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte eingereicht. Der frühere Diktator (1983-1989) wirft dem kalifornischen Unternehmen unter anderem vor, seinen Namen ohne Genehmigung in „Call of Duty: Black Ops II“ zu benutzen. In dem virtuellen Kriegsspiel hilft eine Noriega nachempfundene Figur der CIA, einen gefährlichen Kriminellen dingfest zu machen, verrät aber später den Geheimdienst und befreit den Gefangenen.

Höhe des geforderten Schadenersatzes unbekannt

Wie die Zeitung „Los Angeles Times“ am Mittwoch weiter berichtete, heißt es in dem Anklagetext, das Videospiel „Call of Duty: Black Ops II“ stelle ihn als „Entführer, Mörder und Staatsfeind“ dar. Der 80-jährige Noriega fordert dem Bericht zufolge einen Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Noriega war im Dezember 1989 durch eine US-Invasion gestürzt worden. Er saß 20 Jahre in Haft in den USA unter anderem wegen Drogenhandels. 2010 wurde er zunächst nach Frankreich ausgeliefert. Seit 2011 ist er wieder in Panama, wo er eine weitere Haftstrafe absitzt.

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